Die US-Weizenmärkte konnten am Donnerstag über alle drei Börsen hinweg zulegen. In Chicago lag der SWR-Weizen für den März mit 8,50 US-Cent im Plus und damit bei 535,25 US-Cent/bushel. In Kansas City verteuerte sich HRW-Weizen im März um 8,25 US-Cent auf 538,50 US-Cent/bushel. Spring Wheat in Minneapolis schloss ebenfalls fester und verbuchte moderate Gewinne.
Aus Händlersicht kam der Kursanstieg vor allem getrieben durch den Anstieg der Sojabohnen daher. Die am Morgen veröffentlichten US-Exportzahlen fielen nämlich schwächer aus. In der Berichtswoche zum 29. Januar wurden 373.877 t Weizen verkauft, ein Rückgang von gut 33 Prozent zur Vorwoche und knapp 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Größter Käufer waren die Philippinen, daneben gingen 89.200 t nach Taiwan und 67.900 t nach Mexiko. Weitere 41.000 t wurden bereits für das Vermarktungsjahr 2026/27 gebucht. Die Zahlen reichten nicht aus, um nachhaltig bullische Impulse zu setzen.
Belastend wirken weiterhin die umfangreichen globalen Vorräte. Russland meldete für 2025 eine Weizenernte von 93 Mio. t, inklusive der von Russland kontrollierten ukrainischen Gebiete. Für 2026 wird eine Anbaufläche von rund 83 Mio. Hektar erwartet. Diese Perspektive hält den Markt trotz der aktuellen Erholung strukturell unter Druck.
An der Euronext gab der März um 0,25 € auf 193,50 €/t nach.