Der Weizenmarkt hat am Freitag kräftig zugelegt. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 15,25 US-Cent für den Mai deutlich im Plus und damit bei 613,75 US-Cent/bushel. Auch in Kansas City zog der HRW-Weizen an. Der Mai-Kontrakt gewann 16,50 US-Cent und schloss bei 630,00 US-Cent/bushel. Spring Wheat in Minneapolis folgte der freundlichen Stimmung und beendete den Handel ebenfalls klar fester mit einem Plus von rund elf Cent.
Fundamental bleibt der Export ein stabilisierender Faktor für den Markt. Die US Exportverpflichtungen summieren sich inzwischen auf 23,663 Mio. t und liegen damit 11 Prozent über dem Vorjahr. Damit sind 97 Prozent der vom USDA erwarteten Exporte bereits verkauft. Bei den tatsächlichen Verschiffungen liegt die Dynamik dagegen über dem Durchschnitt. Mit 18,894 Mio. t wurden bereits 77 Prozent der USDA Prognose ausgeliefert, während im langjährigen Mittel zu diesem Zeitpunkt erst 74 Prozent erreicht werden.
Auch international kamen leichte Nachfrageimpulse hinzu. Südkoreanische Importeure kauften in einer Ausschreibung 50.000 t US Weizen, was den Exportfluss zusätzlich stützt.
Aus Europa kamen dagegen eher neutrale Signale. In Frankreich bewertete FranceAgriMer 84 Prozent der Weizenbestände als gut/ausgezeichnet und damit unverändert zur Vorwoche. Für den Markt bedeutet das zunächst stabile Ertragserwartungen und damit keinen zusätzlichen Impuls. So endet in Prais der Mai bei 210,50 €/t, nach einem leichten Gewinn von 1,25 €.