Zur Wochenmitte standen die Weizenmärkte weiter unter Druck. An allen drei US-Börsen wurden Verluste verzeichnet. Der Juli- und der September-Kontrakt an der CBoT gaben um jeweils 7,5 US-Cent nach und schlossen bei 528,25 US-Cent bzw. 544,5 USD/bushel. Noch deutlicher fielen die Abschläge beim Hard-Red in Kansas City aus, wo der Juli und auch der September um je 10,5 US-Cent nachgaben. Auch in Minneapolis gab es bei den Spring-Wheat-Futures entsprechend hohe Verluste. Sie lagen bei sogar 13,5 bzw. 13,75 US-Cent. Die jüngsten Preisrückgänge spiegeln eine schwächere Marktstimmung wider, die unter anderem von der Erwartung hoher Lagerbestände in den USA geprägt ist. Laut Analystenschätzungen wird der Bestand an Weizen zur Jahresmitte bei rund 836 Mio. bushel liegen. Auch die Exportaussichten trugen nicht zur Entspannung bei: Die an diesem Donnerstag erwarteten wöchentlichen US-Exportverkäufe werden auf lediglich 300.000 bis 600.000 Tonnen geschätzt. International sorgte eine leicht angehobene Prognose der russischen Weizenernte auf nun 83 Mio. Tonnen für zusätzlichen Preisdruck. An der Euronext sah es ebenfalls bärisch aus. Der Weizen verlor hier im September 2,75 € und lag zuletzt bei nur noch 197,25 €/t.
Quelle
VR AGRAR