Die US-Weizenmärkte starteten schwach in die Woche. An allen drei Börsenplätzen gaben die Kontrakte zweistellig nach. An der CBoT fiel der Juli um 15 US-Cent und lag bei 552,60 US-Cent/bushel. Am Kansas-City-Markt lagen die Verluste bei Hard Red bei 13,25 US-Cent. Auch Spring Wheat an der Börse in Minneapolis verlor bis zu 13 Cent. Die Exportzahlen fielen deutlich schwächer aus als in der Vorwoche. In der Woche bis zum 19. Juni wurden lediglich 254.782 Tonnen Weizen verschifft – rund ein Drittel weniger als in der Vorwoche. Die kumulierten Jahresmengen bleiben fast 20 % hinter dem Vorjahresniveau zurück. Der USDA-Bericht zur Ernteentwicklung gibt an, dass es bei der Ernte nur langsam voran geht. Mit einem Fortschritt von 19 % liegt sie hierbei deutlich unter dem Durchschnitt mit 28 %. Auch der Zustand der Bestände verschlechterte sich: Der Anteil mit guter/ausgezeichneter Bewertung sank um 3 Prozentpunkte auf 49 %. Neuigkeiten gibt es auch zu der russischen Ernte. Die letzten Tage waren die Meldungen von Trockenheit und Notstand in Teilen des Landes geprägt, jetzt stufte Argus die Prognose für die Ernte jedoch um mehr als 4 Mio. Tonnen nach oben. An der Euronext verlor der September ebenfalls mit 3,75 €/t und lag am Ende bei 204,25 €/t.
Quelle
VR AGRAR