Am Donnerstag verzeichnete der Weizenmarkt in den USA durchweg schwächere Notierungen. An der Börse in Chicago gaben die Weizenfutures um 3 bis 4 US-Cents nach. Hartweizen (HRW) in Kansas City verlor in den vorderen Terminen 2 bis 2,5 Cents, während der Weizen in Minneapolis um 3 bis 4 Cents zurückging.
Die aktuellen USDA-Exportdaten zeigten für die Berichtswoche einen leichten Rückgang auf 722.846 Tonnen, was jedoch weiterhin im oberen Bereich der Markterwartungen lag. Dies war das zweithöchste wöchentliche Ergebnis der laufenden Vermarktungssaison, nur übertroffen von der Vorwoche, und mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Wichtigste Abnehmer waren Südkorea mit 130.000 Tonnen sowie Mexiko mit 114.900 Tonnen. Zusätzlich kaufte ein südkoreanischer Importeur in einer Ausschreibung weitere 50.000 Tonnen US-Weizen.
Die Schwarzmeer-Marktexperten von SovEcon haben ihre Prognose für die russische Weizenernte 2025 auf 85,2 Mio. Tonnen angehoben – ein Plus von 1,9 Mio. Tonnen gegenüber der vorherigen Schätzung. Ausschlaggebend dafür sind laut Rosstat eine größere Anbaufläche von 26,9 Mio. Hektar (+300.000 Hektar) sowie sehr gute Erträge in Teilen der Zentralregion. Auch für die Anbaugebiete im Wolgagebiet und in Sibirien bleibt die Ernteaussicht positiv.