Die Weizennotierungen standen zu Wochenbeginn unter Abgabedruck. In Chicago (CBOT) fielen die SRW-Weizenpreise um 3 bis 4 Cent, während in Kansas City (KCBT) leichte Rückgänge von 1 bis 2 Cent bei den HRW-Kontrakten verzeichnet wurden. Die Septembertermine an der Minneapolis-Börse (MGEX) gaben deutlicher um rund 10 Cent nach. Der Juli-Termin an der CBOT lief zudem am Montag aus.
Auch in Europa stagnierte der Markt: Die Weizenkontrakte an der Euronext (MATIF) zeigten keine Kursveränderungen. Der meistgehandelte September-25-Termin notierte unverändert bei 197,25 €/t. Auch die Folgetermine zeigten sich stabil: Dezember-25 bei 207,75 €/t und März-26 bei 215,50 €/t. Ein Marktimpuls blieb angesichts fehlender neuer Nachrichten aus Europa aus.
Laut USDA Crop Progress Report war die US-Winterweizenernte zu 63 % abgeschlossen und lag damit leicht unter dem 5-Jahresdurchschnitt.
Die wöchentlichen US-Exportinspektionen fielen schwach aus: Mit 438.533 Tonnen lag die exportierte Menge um 15,8 % unter der Vorwoche und fast 30 % unter dem Vorjahreswert. Wichtigste Zielländer waren Mexiko, die Philippinen und Südkorea. Die Gesamtverladungen im laufenden Vermarktungsjahr betragen bislang 2,283 Mio. Tonnen – ein Minus von 3,04 % gegenüber dem Vorjahr.
Belastend wirkten auch neue politische Spannungen: US-Präsident Trump kündigte über das Wochenende Strafzölle von 30 % auf Einfuhren aus der EU und Mexiko ab dem 1. August an. Am Montag drohte er Russland zudem mit Sekundärsanktionen, sollten Friedensgespräche im Ukraine-Krieg nicht binnen 50 Tagen zu einem Ergebnis führen. Der Markt reagierte verunsichert.