In Chicago verlor der SWR-Weizen zur Julifälligkeit 10,50 US-Cent und schloss bei 617,25 US-Cent/bushel. Der HRW-Weizen in Kansas City gab im Juli lediglich 3 US-Cent ab auf 687,00 US-Cent/bushel, nachdem sich die Kontrakte im Tagesverlauf deutlich von den Tiefs lösen konnten. Der Spring Wheat Markt in Minneapolis stand ebenfalls unter Druck und verlor bis zu 5,25 US-Cent.
Belastet wurde der Weizenkomplex vor allem vom scharfen Einbruch am Rohölmarkt. Hintergrund waren Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und Iran über eine mögliche Vereinbarung zur Entspannung im Nahen Osten und zur sicheren Passage durch die Straße von Hormus. Der deutliche Rückgang bei Energiepreisen wirkte bärisch auf die Agrarmärkte.
Der Fokus richtet sich nun auf die Exportzahlen des USDA. Am Markt werden für die alte US Weizenernte Verkäufe zwischen 100.000 und 300.000 t erwartet. Für die neue Ernte rechnen Händler mit maximal 250.000 t.
International sorgte Algerien mit einem Kauf von schätzungsweise 390.000 bis 420.000 t Weizen für Nachfrageimpulse. Gleichzeitig belasteten höhere kanadische Lagerbestände die Stimmung. Laut Statistics Canada lagen die Weizenvorräte Ende März mit 19,47 Mio. t um 12 % über Vorjahr. An der Euronext verlor der September 3,50 € auf 207,50 €/t.