An den US-Weizenbörsen gab es am Dienstag rote Vorzeichen. In Chicago lag der SWR-Weizen im September mit minus 10,00 US-Cent bei 505,00 US-Cent/bushel. In Kansas City verlor HRW-Weizen im September 8,25 US-Cent auf 510,75 US-Cent/bushel, der Dezember fiel um 7,50 US-Cent auf 530,00 US-Cent/bushel. Spring Wheat in Minneapolis schloss nur minimal schwächer.
Der aktuelle WASDE-Bericht brachte beim Weizen nur kleinere Veränderungen, die dennoch Beachtung verdienen. In den USA wurde die Ernteprognose leicht auf 45,5 Mio. Tonnen gesenkt, während die Exportaussichten marginal stiegen. Dadurch dürften die Lagerbestände zum Saisonende etwas knapper ausfallen.
Weltweit wird nun mit einer Produktion von 806,9 Mio. Tonnen gerechnet. Das sind rund 1,7 Mio. Tonnen weniger als zuletzt erwartet. Rückgänge in China, Argentinien und Brasilien überwiegen die leicht höheren Ernteschätzungen in der EU.
In den USA ist die Winterweizenernte zu 90 Prozent abgeschlossen, was dem üblichen Tempo entspricht. Beim Frühjahrsweizen liegt der Fortschritt mit 16 Prozent etwas unter dem Durchschnitt von 22 Prozent. Die Zustandsbewertung wurde leicht angehoben und liegt nun einen Prozentpunkt höher bei 40 Prozent gut/ausgezeichnet.
International sorgten eine südkoreanische Ausschreibung über 50.000 Tonnen US-Weizen für Aufsehen. Eine von SovEcon auf 85,2 Mio. Tonnen erhöhte russische Ernteschätzung sorgt derweil für zusätzlichen Angebotsdruck. Die EU-Exporte liegen seit Saisonstart mit 1,43 Mio. Tonnen deutlich hinter dem Vorjahreswert von 3,28 Mio. Tonnen zurück.
Am Markt reagierte der Weizenpreis in Folge der Nachrichten verhalten: Starke Verluste bei Mais drückten die Notierungen. Der September gab an der Euronext um 2,00 € auf 192,75 €/t nach.