Die US-Weizenkontrakte haben am Dienstag an allen drei Börsen neue Verlaufstiefs markiert. Besonders schwach präsentierte sich der HRW-Weizen in Kansas City: Für den Septembertermin ging es um 12,50 US-Cent nach unten auf 504,50 US-Cent/bushel. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 8,50 US-Cent für den September ebenfalls im Minus und notierte zum Handelsschluss bei 508,25 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis gab um bis zu 4,00 US-Cent nach.
Belastend wirkten neben charttechnischem Verkaufsdruck auch schwächere Exportdaten: Laut den offiziellen Juni-Zahlen wurden 1,719 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt, was zwar ein Vierjahreshoch markiert, aber dennoch 20,42 % weniger als im Mai ist. Der aktuelle Zustandsbericht des USDA zeigt bei der Frühjahrsweizenernte einen Rückgang des Anteils mit Bewertung gut/ausgezeichnet um 1 Prozentpunkt auf nun 48 %.
International bleibt der Exporttrend ebenfalls schwach: Die EU meldet seit Saisonbeginn am 1. Juli lediglich 1,11 Mio. Tonnen Weichweizenausfuhren – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 2,64 Mio. Tonnen im Vorjahr. Ein privater US-Export nach Südkorea über 65.000 Tonnen konnte die Stimmung nicht nachhaltig stützen.
An der Euronext verlor der September 3,75 € und lag schlussendlich bei 193,50 €/t.