In Chicago lag der SWR-Weizen mit 3,75 US-Cent für den Mai im Plus und somit bei 608,00 US-Cent/bushel. In Kansas City gewann HRW-Weizen für den Mai 1,25 US-Cent auf 627,25 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis zog ebenfalls an und verzeichnete kräftige Aufschläge von bis zu 6,5 US-Cent.
Neben Exportdaten rückte erneut der Energiesektor in den Mittelpunkt des Handels. Nachdem zuvor Rohöl den Takt vorgegeben hatte, sorgte nun der Gasmarkt für Bewegung. Auslöser war ein Angriff auf ein zentrales iranisches Gasfördergebiet, das als größtes weltweit gilt. In der Folge schossen die Notierungen für Erdgas in Amsterdam zeitweise um rund 30 Prozent nach oben und lieferten damit spürbare Unterstützung für die Agrarmärkte.
Fundamental bleibt das Exportbild durchwachsen. Die Verkäufe der alten Ernte sackten auf 189.887 t ab, während das Neugeschäft mit 212.059 t die Erwartungen klar übertraf und damit kurzfristig stützend wirkte. Zusätzliche Nachfrage kam durch einen Tender aus Taiwan über 105.025 t.
International zeichnet sich weiterhin ein gut versorgter Markt ab. SovEcon erhöhte die Prognose für die russische Weizenernte auf 87,6 Mio. t. Gleichzeitig signalisiert der Internationale Getreiderat für die kommende Saison eine etwas engere Bilanz, was die Preise mittelfristig stabilisieren könnte. Der Weizen für den Mai an der Euronext ging Schloss zur Seite bei 207.00 €/t, ein leichtes Minus von 0,50 €.