Die US-Weizenfutures haben am Donnerstag ein gemischtes Bild gezeigt. In Chicago legte der SWR-Weizen für März um 6,00 US-Cent zu und schloss bei 571,75 US-Cent/bushel. Der HRW-Weizen in Kansas City verlor im März dagegen 1,00 US-Cent auf 551,50 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte stabil bis leicht fester. An der Euronext legte der Mai um 1,25 € auf 197,75 €/t zu.
Aus Händlersicht lieferten vor allem späte Anschlusskäufe in Chicago Unterstützung. Fundamentale Impulse blieben dagegen verhalten. Die wöchentlichen US-Exportverkäufe summierten sich auf 242.964 t und markierten damit ein Sechswochentief. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Minus von 9,68 Prozent. Mexiko führte die Käuferliste mit 135.300 t an, gefolgt von Nigeria mit 67.900 t. Für die neue Ernte meldete das USDA 107.015 t und damit ein Vermarktungsjahreshoch 2026/27, was zumindest im neuen Kontrakt bullische Akzente setzte.
Wetterseitig wird für Teile der Southern Plains in den kommenden sieben Tagen Niederschlag erwartet. Allerdings könnten zentrale Regionen im Westen weitgehend leer ausgehen. Bleibt die Feuchtigkeit dort aus, dürfte das den Markt sensibel halten.
International rückte eine Ausschreibung aus Saudi-Arabien über 655.000 t Weizen in den Fokus. Die Angebotsfrist endet am Freitag und könnte kurzfristig für neue Preisimpulse sorgen.