Der US-Weizenmarkt zeigte sich zum Wochenstart fester. In Chicago legte der SWR-Weizen für Juli um 13,00 US-Cent zu und schloss bei 629,75 US-Cent/bushel. In Kansas verteuerte sich der HRW-Weizen im Mai um 8,25 US-Cent auf 667,25 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte stabil bis leicht fester.
Der Anteil guter bis ausgezeichneter Winterweizenbestände verharrte unverändert bei 30 Prozent. Damit bleibt eine klare Entlastung für die Angebotsseite aus, was tendenziell bullisch wirkt. Gleichzeitig schreitet die Entwicklung zügig voran. 34 Prozent der Bestände haben bereits die Ähre geschoben und liegen damit deutlich über dem langjährigen Schnitt. Bei Sommerweizen hinkt die Aussaat mit 19 Prozent dagegen dem Fünfjahresmittel hinterher, was ebenfalls Unterstützung liefert.
Belastend wirken hingegen die schwachen Exportzahlen. Mit 365.156 t lagen die wöchentlichen Verschiffungen deutlich unter Vorwoche und Vorjahr. Auch kumuliert bleibt der Rückstand erheblich, was die Nachfragekomponente dämpft.
International sorgte ein Großauftrag aus Saudi-Arabien für Aufmerksamkeit. Das Land sicherte sich in einer Ausschreibung 985.000 t Weizen und setzte damit ein Signal auf der Nachfrageseite. AN der Euronext konnte der Weizen hingegen nicht zulegen und schloss mit 0,25 € im Minus bei 209,00 €/t für den September.