Der US Weizenmarkt hat am Freitag geschlossen bullisch gedreht und den gesamten Getreidesektor nach oben gezogen. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 17,00 US-Cent für den Mai im Plus und somit bei 591,50 US-Cent/bushel. In Kansas City kletterte der HRW-Weizen für den Mai um 18,25 US-Cent auf 580,50 US-Cent/bushel. Auch der Spring Wheat in Minneapolis zog deutlich an und verbuchte zweistellige Aufschläge, ohne jedoch ein neues Verlaufshoch zu markieren. Marktteilnehmer verwiesen auf ausgeprägte Short Eindeckungen zum Monatsende als Haupttreiber der Dynamik.
Rückenwind kam zudem von den jüngsten Exportzahlen. Mit 22,998 Mio. t liegen die US Weizenexporte 14 Prozent über dem Vorjahresniveau und erreichen 94 Prozent der USDA Prognose. Das signalisiert solide Nachfrage, auch wenn das Tempo leicht hinter dem Fünfjahresschnitt zurückbleibt.
International rückt Frankreich in den Fokus. Dort bewertet FranceAgriMer 84 Prozent der Weichweizenbestände mit gut oder ausgezeichnet. Das sind vier Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche. An der Euronext sprang der Mai um 3,75 € auf 201,50 €/t. Aktuell steht der Irankonflikt im Fokus. Gestörte Lieferketten und eine generelle Unsicherheit über den Verlauf schüren Ängste. Vor allem die steigenden Rohölpreise wirken preistreibend.