Die US-Weizenmärkte haben ihre Aufwärtsbewegung am Dienstag fortgesetzt. In Chicago legte der SWR-Weizen mit 9,75 US-Cent für den Mai zu und notierte bei 592,00 US-Cent/bushel. Deutlich dynamischer zeigte sich der HRW-Weizen in Kansas City, der im Mai um 19,50 US-Cent auf 622,75 US-Cent/bushel sprang. Auch Spring Wheat in Minneapolis zog klar an und verzeichnete zweistellige Zugewinne.
Fundamental bekommt der Markt zunehmend bullische Impulse. Die Zustandsbewertungen für Winterweizen gaben leicht nach, der Anteil „gut/ausgezeichnet“ fiel auf 34 Prozent. Besonders in den zentralen Anbaustaaten verschlechterte sich die Lage deutlich, was Händler als klares Warnsignal für die Ertragsperspektiven werten.
Der Wetterausblick verstärkt die Sorgen: Für die westlichen Teile von Kansas bis in den Norden von Texas bleibt es in den kommenden sieben Tagen weitgehend trocken. Diese anhaltende Trockenheit wirkt stützend auf die Preise. In den SRW-Anbaugebieten hingegen werden Niederschläge zwischen 25 und 76 mm erwartet, was dort eher entspannend wirkt.
Auch bei Sommerweizen zeigt sich ein leichter Rückstand: Die Aussaat liegt mit 6 % hinter dem üblichen Tempo zurück. Insgesamt bleibt das Marktumfeld damit fest, getragen von Wetterrisiken und nachlassenden Zustandsbewertungen. In Paris konnte der Weizen hingegen nicht zulegen und blieb unverändert bei 197,75 €/t.