Die US Weizenfutures erlebten zum Wochenstart ein ausgeprägtes Wechselbad der Gefühle. In Chicago verlor der SWR-Weizen mit 13,50 US-Cent für den Mai deutlich und lag damit bei 603,25 US-Cent/bushel. Auch der HRW Weizen in Kansas City rutschte nach starken Schwankungen um 3,75 US-Cent ab auf 619,75 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte ebenfalls schwächer.
Auslöser der extremen Kursbewegungen war zunächst eine kräftige Risikoprämie an den Energiemärkten. Die eskalierende Kriegsangst im Zusammenhang mit dem Iran trieb die Chicago Futures im elektronischen Handel zeitweise bis auf 641,75 US-Cent/bushel und damit nahe an ein Zwei Jahres Hoch. Händler warnten jedoch früh, dass diese Rally auf unsicherem Fundament steht. Tatsächlich wich die Nervosität im Tagesverlauf schnell aus dem Markt und die Kurse gaben ihre Gewinne wieder ab.
Fundamental sprechen derzeit mehrere Faktoren eher für eine bärische Grundstimmung. Niederschläge in den US Plains verbesserten zuletzt die Feuchtigkeitslage der Bestände und dämpften die Sorgen um die Winterweizenernte.
International sorgt unterdessen die Ukraine für Aufmerksamkeit. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums verzögert sich die Aussaat von Sommerweizen wegen gefrorener Böden und geschlossener Schneedecken um etwa zwei Wochen. An der Euronext in Paris zeigte sich der Markt stabiler. Der Mai-Kontrakt legte um 1,75 € zu und schloss bei 209,75 €/t, gestützt von festen Energiepreisen und einem schwächeren Euro.