Der Weizenmarkt zeigte sich zur Wochenmitte uneinheitlich. Während an der CBoT die Chicago-Weizenfutures leicht nachgaben, konnten sich die Hartweizenmärkte in Kansas City behaupten. Der September legte mit 1,50 US-Cent auf 524,00 US-Cent/bushel zu, in Minneapolis beim Spring-Wheat gewannen die Juli- und Septembertermine ebenfalls leicht.
Handelspolitisch blieb die Lage angespannt: Die US-Regierung kündigte weitere Zollanhebungen an, darunter eine neue 20 %-Abgabe auf philippinische Produkte ab dem 1. August. Vor den anstehenden USDA-Daten herrscht zudem Zurückhaltung. Analystenschätzungen prognostizieren für den am Freitag erwarteten WASDE-Bericht eine Reduzierung der gesamten US-Weizenproduktion um 14 Mio. bushel auf 1,907 Mrd. bushel. Insbesondere beim Winterweizen wird ein Rückgang um 19 Mio. bushel auf 1,362 Mrd. bushel erwartet. Die Endbestände für das Wirtschaftsjahr 2025/26 könnten laut Schätzungen leicht auf 894 Mio. bushel sinken.
Die wöchentlichen Exportzahlen stehen am Donnerstag zur Veröffentlichung an. Experten rechnen mit Exportverkäufen in einer Spanne von 200.000 bis 600.000 Tonnen.
An der Euronext konnte der September 1,00 € auf 195,75 €/t zulegen.