Die US-Weizenmärkte haben am Donnerstag deutlich zugelegt. In Chicago lag der SWR-Weizen mit plus 13,25 US-Cent für den Juli bei 620,25 US-Cent/bushel. In Kansas City sprang HRW-Weizen für den Juli um 29,25 US-Cent auf 679,25 US-Cent/bushel. Auch Spring Wheat in Minneapolis zeigte sich fester und schloss mit deutlichen Aufschlägen.
Treiber der Rally ist vor allem die angespannte Wetterlage in den US-Plains. Die Prognosen bringen für den Westen von Kansas lediglich bis zu 25 mm Niederschlag. Entsprechend angespannt bleibt die Versorgungslage: Laut aktuellem Drought Monitor stehen 70 % der US-Winterweizenbestände unter Trockenstress, ein ungewöhnlich hoher Wert für diese Phase der Vegetation. Das wirkt klar bullisch.
Auch die Exportdaten liefern Unterstützung. Die wöchentlichen Verkäufe der alten Ernte zogen auf 129.022 t an, angeführt von Japan und Nigeria. Neue Ernte bleibt mit 8.000 t hingegen schwach. Zusätzliche Nachfrageimpulse kamen über internationale Ausschreibungen: Taiwan kaufte 105.950 t US-Weizen, Saudi-Arabien sucht 710.000 t.
Auf globaler Ebene senkte der Internationale Getreiderat die Weizenproduktion leicht, während der Verbrauch deutlicher zurückging. Die Endbestände wurden entsprechend angehoben. Dennoch dominiert kurzfristig das Wetterrisiko die Preisbildung und hält den Markt in fester Verfassung. Auch an der Euronext gewann der Mai um 1,25 € auf 196,75 €/t.