Die Weizenfutures präsentierten sich zum Wochenschluss überwiegend fester. In Chicago lag der SWR-Weizen für Mai unverändert bei 605,00 US-Cent/bushel. Deutlich fester zeigte sich der HRW-Weizen in Kansas City, der für Mai um 6,00 US-Cent zulegte auf 632,75 US-Cent/bushel. Spring Wheat in Minneapolis folgte der Aufwärtsbewegung und notierte ebenfalls im Plus.
Aus Händlersicht bleibt das Wetter ein zentraler Impulsgeber. Während im Anbaugebiet des SWR-Weizens in den kommenden Tagen Niederschläge erwartet werden, bleibt es in weiten Teilen der Southern Plains weiterhin zu trocken. Diese Konstellation wirkt stützend auf die Kurse, da Ertragsrisiken bestehen bleiben.
Zusätzlichen Rückenwind liefern die Exportzahlen. Die US-Weizenverkäufe summieren sich inzwischen auf 24,252 Mio. t und liegen damit 15 Prozent über dem Vorjahresniveau. Mit 99 Prozent des USDA-Ziels ist das Exportprogramm nahezu erfüllt und signalisiert eine robuste Nachfrage.
Auch von der Positionierungsseite kommt Unterstützung. Marktteilnehmer haben ihre Netto-Short-Positionen in Chicago deutlich reduziert und bewegen sich auf dem niedrigsten Niveau seit Sommer 2022.
International sorgt ein Großauftrag aus Algerien über rund 690.000 t für zusätzliche Nachfrageimpulse. In Frankreich bleiben die Zustandsbewertungen stabil, was kurzfristig neutral wirkt. An der Euronext verlor der Weizen um 2,00 € auf 203,25 €/t. Der Fokus richtet sich nun auf die anstehenden USDA-Flächenzahlen, die bei einer erwarteten Reduktion der Anbaufläche weiteres bullisches Potenzial bergen könnten.