In Chicago lag der SWR-Weizen mit 2,00 US-Cent im Minus und somit bei 567,50 US-Cent/bushel für den März-Kontrakt. Der HRW-Weizen in Kansas City verlor im März 5,75 US-Cent und schloss bei 554,25 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis tendierte ebenfalls schwächer und gab um bis zu 3 US-Cent nach.
Aus Händlersicht blieb der Markt klar defensiv. Vor allem in Kansas lasteten die kräftigeren Abschläge auf dem Komplex. Wetterseitig zeichnet sich für die Southern Plains in den kommenden sieben Tagen nur begrenzter Niederschlag ab. In Teilen der SWR-Region könnten lokal bis zu 51 mm fallen, insgesamt bleibt die Versorgung jedoch lückenhaft.
Fundamental rückten internationale Ströme in den Fokus. Die EU-Weichweizenexporte summieren sich seit dem 1. Juli bis zum 22. Februar auf 15,38 Mio. t und liegen damit um 1,36 Mio. t über dem Vorjahr. Das unterstreicht die starke Konkurrenz auf dem Weltmarkt und wirkt tendenziell bärisch für US-Offerten. Zusätzlich sorgte eine Weizenausschreibung aus Algerien für Aufmerksamkeit, auch wenn konkrete Mengen noch ausstehen.
Unter dem Strich bleibt der Markt ohne frische bullische Impulse. In der Mischung aus Wetter oder Nachfrage behalten die Verkäufer vorerst die Oberhand. An der Euronext ging es für den Mai um 0,50 € auf 197,25 €/t abwärts.