Die US Weizenfutures haben am Donnerstag an allen drei Börsenplätzen deutlich zugelegt. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 15,25 US-Cent für den März klar im Plus und somit bei 552,50 US-Cent/bushel. In Kansas City gewann der HRW-Weizen für den März 15,50 US-Cent auf 554,00 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis notierte ebenfalls fester und legte um gut sieben bis acht US-Cent zu.
Aus Händlersicht sorgten vor allem Short Eindeckungen für Dynamik. Hintergrund sind tiefe Temperaturen in Teilen der russischen Winterweizenregionen, die potenziell Risiken für die Bestände bergen. Gleichzeitig bleibt der Wetterausblick für die USA zweigeteilt. Für die kommenden sieben Tage werden im Südosten kräftige Niederschläge erwartet, während auch östliche Bereiche der Southern Plains Regen erhalten könnten. Das wirkt tendenziell beruhigend und damit eher bärisch für die US-Ernteperspektiven.
Fundamental lieferten die wöchentlichen Exportzahlen des USDA-Unterstützung. Mit 487.998 t lagen die Verkäufe gut 30 Prozent über Vorwoche, blieben jedoch rund 14 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Philippinen führten die Käuferliste an, gefolgt von Mexiko und Indonesien. Für die neue Ernte wurden 13915 t gemeldet.
International senkte Expana die Prognose für die EU-Weizenernte 2026/27 auf 128,3 Mio. t und kappte zugleich die Exporterwartung 2025/26 auf 27,6 Mio. t. Das gibt dem Markt zusätzliche Argumente auf der bullischen Seite.
An der Euronext legte der März um 1,75 € auf 192,75 €/t zu.