An den US-Börsen legte SWR-Weizen in Chicago im September um 0,50 US-Cent auf 515,00 US-Cent/bushel zu. HRW-Weizen in Kansas City gewann im gleichen Monat 0,75 US-Cent auf 519,00 US-Cent/bushel. Spring Wheat in Minneapolis tendierte im September ebenfalls leicht fester, während der Dezemberkontrakt um 2,50 US-Cent nachgab.
USDA-Daten zeigten eine nahezu abgeschlossene Winterweizenernte mit 90 Prozent Fortschritt, nur leicht unter dem Durchschnitt. Die Ernte für Sommerweizen hinkt mit 16 Prozent deutlich dem üblichen Tempo von 22 Prozent hinterher. Der Zustandsbericht signalisierte mit 49 Prozent „gut/ausgezeichnet“ eine um 1 Prozentpunkt bessere Bewertung, was die Kurse leicht belastet.
Der Exportsektor lieferte ein klares Bremssignal: Mit 365.486 Tonnen Ausfuhren in der Woche bis zum 7. August lagen die Mengen fast 47 Prozent unter der Vorwoche und rund 45 Prozent unter dem Vorjahreswert. Hauptabnehmer waren Mexiko, Vietnam und Nigeria.
Vor dem USDA-Produktionsbericht rechnen Analysten mit einer US-Ernte von 1,922 Milliarden Bushel, leicht unter der Juli-Prognose, sowie geringeren neuen Erntelagerbeständen. International senkte das ukrainische Analystenhaus APK-Inform seine Ernteschätzung um 0,9 Millionen Tonnen auf 19,7 Millionen Tonnen.
An der Euronext gab der Weizen 1,75 € für den September nach und lag zum Schluss bei 194,75 €/t.