Der US-Weizenmarkt zeigte sich am Dienstag uneinheitlich. In Chicago lag der SWR-Weizen mit 2,25 US-Cent für den März im Minus und damit bei 572,25 US-Cent/bushel. In Kansas City dagegen zog der HRW-Weizen mit 3,50 US-Cent für den März an und notierte bei 570,50 US-Cent/bushel. Auch der Spring Wheat in Minneapolis tendierte fester und gewann über die meisten Termine hinweg mehrere Cent.
Wettermodelle sorgen derzeit für gemischte Impulse im Handel. Für die kommenden sieben Tage wird in der östlichen Hälfte der Southern Plains sowie in weiten Teilen der SRW-Anbaugebiete verbreitet Niederschlag erwartet. Diese Aussicht wirkt tendenziell bärisch auf die Märkte, da sich die Wasserversorgung vieler Bestände verbessern dürfte. Anders stellt sich die Lage im Westen der HRW-Region dar, wo nur wenig Regen prognostiziert wird.
Bullische Unterstützung kam dagegen aus Kansas. Der dortige Zustandsbericht weist für Winterweizen nur noch 58 % in der Kategorie gut bis ausgezeichnet aus, nachdem Anfang Februar noch 61 % erreicht worden waren. Der Rückgang signalisiert eine Verschlechterung der Bestände und gab den HRW-Kontrakten spürbaren Auftrieb.
International richtet sich der Blick auf Europa und Australien. Die EU hat laut Europäischer Kommission seit dem 1. Juli bereits 15,77 Mio. t Weizen exportiert, rund 1,36 Mio. t mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Australien schätzt die Behörde ABARES die Weizenernte auf 36 Mio. t, während das USDA zuletzt noch 37 Mio. t veranschlagt hatte. Beide Zahlen liefern dem Markt zusätzliche Orientierung für das globale Angebot. Aktuell steigen die Energiepreise sprunghaft, was die Produktionskosten für Getreide erhöht. Auch die Preise für Dünger steigen stark. An der Euronext legte der Mai um 2,00 € auf 203,25 €/t zu.