In Chicago lag der SWR-Weizen mit minus 6,75 US-Cent für den Mai bei 642,25 US-Cent/bushel, während der Juli-Kontrakt 4,75 US-Cent verlor und bei 653,00 US-Cent/bushel schloss. In Kansas zeigte sich der Juli-HRW-Weizen fester mit einem Plus von 2,50 US-Cent auf 704,75 US-Cent/bushel, während Minneapolis-Spring-Wheat über alle Termine hinweg zulegte.
Am Markt setzte bereits zur Wochenmitte eine Welle von Gewinnmitnahmen ein, die die zuvor erzielten Tageshochs rasch kassierte. Händler sprechen von einem typischen Positionsabbau vor dem Monatswechsel, der insbesondere den Chicago-Markt unter Druck hielt. In Kansas belastete zusätzlich der nahende First Notice Day den Mai-Termin.
Der Blick richtet sich nun auf die wöchentlichen US-Exportzahlen. Für die alte Ernte erwarten Marktteilnehmer Verkäufe von bis zu 300.000 t, während die neue Ernte mit maximal 200.000 t veranschlagt wird. Enttäuschende Zahlen könnten den Markt weiter belasten, solide Nachfrage dagegen stützend wirken.
International rücken schwächere Ernteperspektiven in den Fokus. Die US-Attachés taxieren die australische Weizenernte 2026/27 auf 29 Mio. t und damit deutlich unter Vorjahr. Auch Kanada soll mit 36,16 Mio. t spürbar weniger produzieren. Diese Rückgänge liefern grundsätzlich bullische Argumente, konnten die aktuellen Gewinnmitnahmen jedoch noch nicht auffangen. In Paris gab es ein Minus von 1,75 €, sodass der Mai bei 195,25 €/t stehen blieb.