Der US-Weizenmarkt hat den Handel am Freitag mit deutlichen Verlusten beendet. In Chicago lag der SWR-Weizen für den März mit minus 5,50 US-Cent bei 529,75 US-Cent/bushel. In Kansas City verlor HRW-Weizen im März 7,25 US-Cent und schloss bei 531,25 US-Cent/bushel. Spring Wheat in Minneapolis zeigte sich vergleichsweise stabil, tendierte aber ebenfalls leicht schwächer.
Aus Händlersicht konnten die wöchentlichen Exportzahlen den Markt nicht stützen. Die US-Exportverpflichtungen summieren sich aktuell auf 21,974 Mio. t und liegen damit zwar 17 % über dem Vorjahresniveau, bewegen sich mit 90 % der USDA-Prognose jedoch leicht unter dem saisonüblichen Durchschnittstempo. Der Markt wartet nun auf den WASDE-Bericht am Dienstag. Laut Bloomberg-Umfrage rechnen Analysten mit US-Endbeständen von 918 Mio. bushel.
International kam zusätzlicher Druck aus Kanada. Statistics Canada meldete zum 31. Dezember Weizenbestände von 27,5 Mio. t, ein Plus von 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Weizen ohne Hartweizen lag bei 22,15 Mio. t und damit 3,2 % höher als ein Jahr zuvor. Diese Zahlen unterstreichen aus Marktsicht das üppige globale Angebot und wirken klar bärisch auf die Preisbildung.
An der Euronext gab der März ebenfalls nach und lag mit 3,50 € tiefer bei 190,00 €/t.