Die US-Weizenmärkte gingen zum Wochenschluss geschlossen schwächer aus dem Handel. In Chicago verlor der SWR-Weizen mit 12,75 US-Cent für den Mai und endete bei 595,25 US-Cent/bushel. In Kansas City fiel der HRW-Weizen im Mai um 21,00 US-Cent auf 606,25 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis gab ebenfalls nach und verlor in den Frontmonaten zweistellig.
Aus Händlersicht dominierte klar bärischer Druck. Breite Verkäufe erfassten alle drei Märkte, obwohl sich spekulative Marktteilnehmer zuletzt weniger stark auf der Short-Seite engagierten. Die jüngsten CFTC-Daten zeigen eine Reduktion der Netto-Short-Positionen in Chicago, was eigentlich stützend wirken könnte, aktuell aber von der Verkaufsdynamik überlagert wird. In Kansas City bauten Fonds ihre Netto-Long-Position moderat aus.
Fundamental liefert der Exportsektor ein gemischtes Bild mit leicht stützenden Elementen. Die US-Weizenexporte liegen mit 23,853 Mio. t rund 14 Prozent über Vorjahr und erreichen 97 Prozent der USDA-Prognose. Gleichzeitig hinkt das Tempo dem langjährigen Schnitt leicht hinterher. Die Verschiffungen laufen hingegen zügiger als üblich und wirken stabilisierend.
International bleibt die Lage ruhig. In Frankreich verharrt der Anteil guter/ausgezeichneter Bestände bei 84 Prozent und sendet damit keine neuen bullischen Impulse. Insgesamt fehlt dem Markt derzeit ein klarer Treiber nach oben, während Verkaufsdruck und solide Angebotsaussichten die Kurse belasten. So ließen dann zum Wochenende auch die Kurse in Prais nach und schlossen auf rotem Terrain. Mit einem Minus von 3,75 € blieb der Mai bei 203,75 €/t stehen.