Der Weizenkomplex legte am Donnerstag an allen drei US-Börsen deutlich zu. In Chicago lag der SWR-Weizen für den März mit einem Plus von 16,00 US-Cent bei 582,75 US-Cent/bushel. Auch in Kansas City ging es kräftig nach oben. Dort notierte HRW -Weizen für den März um 20,00 US-Cent fester bei 585,25 US-Cent/bushel. Der Frühjahrsweizen in Minneapolis folgte der Aufwärtsbewegung und gewann im Tagesverlauf ebenfalls mehrere US-Cent.
Händler verweisen vor allem auf Unterstützung vom Energiemarkt. Der kräftige Anstieg der Rohölpreise sorgte für positive Impulse im gesamten Rohstoffsektor und schwappte auch in den Getreidemarkt über. Das sorgte für zusätzliche Kauflaune.
Fundamental bleibt das Bild allerdings gemischt. Die wöchentlichen US-Exportverkäufe fielen mit 203.100 t eher schwach aus. Damit lagen sie rund 16 Prozent unter der Vorwoche und sogar gut 40 Prozent unter dem Wert der gleichen Woche im Vorjahr. Größter Käufer war Mexiko mit 74.500 t, dicht gefolgt von Indonesien mit 72.000 t. Für die neue Ernte wurden lediglich 55.000 t gemeldet, vollständig für Thailand.
Neue Daten aus Kanada lieferten ebenfalls frische Orientierung für den Markt. Laut Statistikbehörde rechnen Landwirte dort im Frühjahr mit einer gesamten Weizenfläche von 26,74 Mio. Acres. Das liegt leicht über den Erwartungen. Die Fläche für Frühjahrsweizen soll jedoch mit 18,78 Mio. Acres geringfügig unter dem Vorjahreswert liegen. Für Händler bleibt damit offen, ob das Angebot aus Nordamerika in der kommenden Saison tatsächlich spürbar wächst. Euch an den europäischen Märkten sind die Auswirkungen des Nah-Ost-Konfliktes zu spüren. So legte der Mai um 2,50 € auf 202,00 €/t an der Euronext zu.