Am Dienstag gerieten die US-Weizenmärkte geschlossen unter Druck. In Chicago verlor der SWR-Weizen für März 7,75 US-Cent und schloss bei 510,25 US-Cent/bushel. Der Mai-Kontrakt gab 7 US-Cent ab auf 521,75 US-Cent/bushel. Auch in Kansas City tendierte der HRW-Weizen schwächer: März verlor 4,25 US-Cent auf 523,00 US-Cent/bushel. In Minneapolis gaben die vorderen Termine beim Spring Wheat um 2 bis 3 US-Cent nach.
Ein deutlicher Anstieg der US-Weizenausfuhren in der Vorwoche konnte den Markt nur kurzfristig stützen. Laut USDA wurden 392.661 t verschifft, das sind fast 24 Prozent mehr als in der Vorwoche und rund 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mexiko, Japan und Taiwan gehörten zu den wichtigsten Abnehmern. Insgesamt liegen die US-Exporte im laufenden Vermarktungsjahr nun knapp 20 Prozent über dem Vorjahr.
Bärisch wirkte hingegen der Wetterausblick: NOAA prognostiziert verbreitete Niederschläge von den Southern Plains bis an die Ostküste, was den Böden vieler Anbaugebiete neue Feuchtigkeit bringen dürfte. Auch die Situation rund um Grönland, die angedrohten Zölle und der nun geplatzte Ratifizierungsprozess des bereits geschlossenen Abkommens belasten die Kurse.
International verstärkte ein hoher Einkaufsbedarf aus Saudi-Arabien und Algerien die Konkurrenz. Während Riad 907.000 t orderte, nahm Algier schätzungsweise 600.000 t. Dennoch hinken die EU-Ausfuhren mit bislang 11,8 Mio. t leicht hinter dem Vorjahr her.
An der Euronext konnte der März ebenfalls nur im roten Bereich schließen und verlor 1,75 € auf 189,50 €/t.