Die US-Weizenfutures haben ihre Rally am Dienstag deutlich ausgeweitet. In Chicago legte der SWR-Weizen für Juli um 28,00 US-Cent zu und schloss bei 657,75 US-Cent/bushel. In Kansas City gewann der HRW-Weizen für Juli 27,00 US-Cent auf 702,25 US-Cent/bushel. Auch der Spring Wheat in Minneapolis zog kräftig an und verbuchte zweistellige Aufschläge.
Aus Marktsicht liefern vor allem die US-Fundamentaldaten bullische Impulse. Die Aussaat des Sommerweizens kommt mit 19 % langsamer voran als im Fünfjahresschnitt, was die Erwartungen dämpft. Gleichzeitig zeigt sich der Winterweizen mit nur 30 % in gutem bis ausgezeichnetem Zustand unverändert schwach. Verschlechterungen in wichtigen Anbaustaaten verstärken die Sorge um die Erträge und stützen die Preise.
Wetterseitig bleibt die Lage angespannt. Während Teile von Oklahoma und Texas Niederschläge zwischen 25 und 51 mm erwarten, geht Kansas weitgehend leer aus. Da die Bestände in den südlichen Plains bereits weit entwickelt sind, kommen die Regenfälle regional zu spät, ein klar bullischer Faktor.
International sorgt eine robuste Nachfrage für zusätzliche Unterstützung. Die EU-Weizenexporte summieren sich seit Juli auf 19,28 Mio. t und liegen damit über dem Vorjahresniveau. An der Euronext legte der September um 5,25 € auf 214,25 €/t zu.