Die US-Weizenmärkte haben am Dienstag geschlossen fester tendiert. In Chicago lag der SWR-Weizen für Juli mit 6,75 US-Cent im Plus und somit bei 612,75 US-Cent/bushel. In Kansas verteuerte sich der HRW-Weizen für Juli um 8,25 US-Cent auf 655,75 US-Cent/bushel. Der Spring Wheat in Minneapolis zeigte sich ebenfalls freundlich und legte in den Frontmonaten zwischen 3 und über 11 US-Cent zu.
Aus Händlersicht lieferten vor allem die neuen USDA-Zahlen bullische Argumente. Der Zustand der US-Winterweizenernte verschlechterte sich deutlich, der Anteil „gut bis ausgezeichnet“ fiel um 4 Prozentpunkte auf nur noch 30 Prozent. Ein Rückgang dieser Bewertung wirkt klar preisstützend und erklärt die feste Marktreaktion.
Bei Sommerweizen zeigt sich dagegen ein neutraleres Bild. Die Aussaat liegt mit 12 Prozent exakt im Fünfjahresmittel, erste Bestände laufen bereits auf. Von dieser Seite kommen aktuell keine Impulse.
Unter dem Strich bleibt der Markt klar wetter- und zustandsgetrieben. Die schwächeren Bewertungen im Winterweizen geben den Ton an und halten die Preise vorerst gestützt. Internationale Faktoren spielten nur hinsichtlich des Iran-Konflikts eine Rolle. Zuletzt wurde eine Verlängerung des Waffenstillstands seitens Trump angekündigt. An der Euronext lag der September mit 2,25 € höher bei 209,00 €/t.