Deutsche Haushalte kauften im Juli 2014 mehr Kartoffeln als im Vorjahresmonat
(AMI) Im vergangenen Juli kauften private Haushalte rund 2,1 % mehr Kartoffeln ein als im Juli 2013. Mit insgesamt knapp 105.500 t war es außerdem fast genauso viel wie im Juni 2014. Über die ersten sieben Monate zusammen betrachtet nähert sich der Umfang der Einkäufe damit denen von 2013. So wurden zwischen Januar und Juli 2014 insgesamt rund 825.000 t gekauft. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nur 1.200 t mehr. Vom relativ großen Absatz im Juli hat, wie bereits im Vormonat, vor allem inländische Ware profitiert, die dieses Jahr verspätet an den Markt kam. Mehr als 80 % der in Deutschland erworbenen Frischkartoffeln stammten aus dem Inland. Im Juni 2014 bezifferte sich der Anteil noch auf etwa 56 %. Im Vorjahresmonat stammten etwa zwei Drittel der eingekauften Kartoffeln aus Deutschland. Ein Großteil der im Juli 2014 erworbenen Kartoffeln, die nicht deutscher Herkunft waren, stammte aus Israel, Spanien und Ägypten. Israelische Ware machte mit 6.300 t knapp ein Drittel davon aus. Damit hat Israel Spanien knapp übertroffen und stand auf Platz 1 der Herkünfte. Der Anteil aus Spanien betrug etwa 30 % und der aus Ägypten rund 10 %. Das Minus der Lieferungen Spaniens gegenüber Vorjahresmonat ist allerdings auch deutlich: Mit knapp 6.000 t kam fast ein Drittel weniger zusammen. Aus Frankreich stammende Kartoffeln wurden noch deutlich weniger eingekauft. Hier beziffert sich der Rückgang gegenüber Vorjahresmonat auf mehr als 80 %.
ZMP Live Expertenmeinung
Das Angebot am Kartoffelmarkt ist weiterhin ausreichend, zumal der Absatz nicht sehr groß ist. Selten wird, wie zum Beispiel in Bayern, von einer einigermaßen zufriedenstellenden Nachfrage berichtet. Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel können den Absatz tempo-rär leicht erhöhen. Die Preise tendieren wegen dem insgesamt nur geringen Interesse weiterhin schwach. Minderwertige Partien sind nur über weitere Preiszugeständnisse absetzbar. Der Export hat wohl etwas zugelegt, zumindest aus Bayern. Die Preise blieben bis dato aber hinter den Erwartungen zurück. Die Einlagerung der Speisekartoffeln läuft langsam an. In einigen Gebieten, wie beispielsweise in der Heideregion, haben die Landwirte schon begonnen einzu-lagern, wohingegen der Start in anderen Gebieten nicht vor Ende September geplant ist.