Im Lebensmitteleinzelhandel läuft derzeit die Umstellung auf Frühkartoffeln, die derzeit überwiegend aus Importen stammen. Gleichzeitig bereiten den heimischen Erzeugern die noch teilweise hohen Lagerbestände an alterntiger Ware Sorgen. Zwar ist deren Qualität durchweg gut, doch die Nachfrage geht spürbar zurück.
Inzwischen kommen auch die ersten heimischen Frühkartoffeln aus dem Unter-Folien-Anbau in die Vermarktung – bislang jedoch überwiegend über die Direktvermarktung.
Die anhaltende Trockenheit bleibt ein zentrales Problem für die Kartoffelbauern. Zwar sorgten die Regenfälle am vergangenen Wochenende für eine erste Entspannung, dennoch überwiegt die Sorge um die Wasserversorgung. Positiv zu vermerken ist allerdings der aktuell geringe Krankheitsdruck, insbesondere im Vergleich zum Vorjahr.
Im Bereich der Industrieware kam es zuletzt zu einem weiteren spürbaren Preisrückgang. Mittlerweile deutet sich jedoch eine Bodenbildung an. Für freie Ware besteht in diesem Segment derzeit nahezu keine Nachfrage.
ZMP Live Expertenmeinung
Der Einzelhandel erzielt derzeit Umsätze mit Importware für Frühkartoffeln. Der hiesige Markt sitzt z.T. auf Lageware. Die Trockenheit bereitet den Erzeugern sorgen, wenngleich der Krankheitsdruck bisher gering ist.