In preislicher Sicht zeigt sich der Kartoffelmarkt insgesamt zum Jahresauftakt stabil. Zwar wird noch nie überall wieder notiert, bei überschaubaren Umsätzen werden aber bei Verarbeitungswaren überwiegend unveränderte Preise gemeldet. Frankreichs Kartoffelanbau ist auch in 2023 deutlich gestiegen wie jetzt vorläufige Zahlen zeigen. Demnach wurden insgesamt 7,1 Mio. Tonnen gerodet. Besonders Verarbeitungskartoffeln wurden vermehrt angebaut. Auch weil belgische Verarbeiter vermehrt Landwirte aus Frankreich unter Vertrag nehmen. Aber im Inlandsmarkt ist die Nachfrage größer geworden. Verbraucher fragen hier verstärkt TK-Produkte nach. Hierzulande gibt es um den Jahreswechsel vermehrt Angebote von notleidenden Partien. Diese können rasch aufgenommen werden, belasten die Preisentwicklung aktuell nicht. Gesucht sind in Deutschland vor allem Fast-Food-Sorten. An der EEX zeigt sich seit Weihnachten kein Umsatz mehr. Die Preise verharren, Käufer und Verkäufer stehen mitunter weit auseinander.
Die Nachfrage am Speisemarkt hat wie erwartet nach den Feiertagen nachgelassen uns sich beruhigt. Dennoch zeigen sich die Händler mit den Absätzen für Jahresanfang sehr zufrieden. Auch die übergebiedlichen Verladungen laufen weiter auf gutem Niveau. Insgesamt aber haben sich die mengenmäßigen Umsätze saisontypisch geringer entwickelt. Lageraufschläge sind aber nach wie vor zu erzielen. Zudem gibt es auch weiterhin eine gute Nachfrage aus Osteuropa.
Kartoffeln-Aktualisieren,
In den Niederlanden zeigten sich bereits gleich zu Jahresbeginn leicht festere Notierungen. Gestern wurden die Notierungen für Cat.-1-Kartoffeln nicht weiter angehoben. Weiterhin sind in den Niederlanden wie in Belgien einige Bestände noch nicht gerodet. Vielfach war es auch zwischen den Feiertagen und in der Neujahrswoche zu nass um die Roder auf die Äcker zu lassen. Da viele Frittenfabriken zwischen den Jahren geschlossen waren, war die Nachfrage jedoch auch kaum vorhanden. In der ersten vollen Produktionswoche wolle man sich auf Problempartien und auf Vertragswaren konzentrieren heißt es aus Industriekreisen. Mehrheitlich rechnen Marktteilnehmer sowohl in Belgien als auch den Niederlanden, dass problematische Partien noch bis in den Februar hinein am Markt vorhanden sein werden. Insgesamt bleibt auch in Deutschland die Nachfrage nach freien Partien derzeit noch gering. Die Reka notierte am Freitag für Innovator unverändert 23 Euro/dt. Gesucht sind aber mitunter lange Fast-Food-Sorten. Seit Tagen werden heute wieder Kontrakte an der EEX gehandelt. Die Preise für April-24 tendieren dabei fester bei 31,50 Euro/dt.
Der Speisemarkt läuft weiterhin ausgeglichen. Vereinzelt werden Kartoffeln vom Lebensmitteleinzelhandel beworben. Geplant sind in den kommenden Wochen jedoch mehr Werbeaktivitäten, die die Absätze nochmal ankurbeln könnten. Die Notierungen bleiben zuletzt stabil, da das Warenangebot zur Nachfrage passt. Da aber auch vermehrt Nachfrage aus Südosteuropa und aus Osteuropa eingehen, könnten sehr bald weitere Aufschläge folgen. Zudem wird von einer hohen Absortierungsquote berichtet, die zusätzlich für Impulse insbesondere bei den einwandfreien Partien sorgen dürfte.
ZMP Live Expertenmeinung
Der Kartoffelmarkt setzt seinen stabilen Verlauf fort. Impulse dürfte es in den kommenden Wochen nur wenige geben.