05.
04.24
Aufschläge für Kühlwaren in der Diskussion

Kartoffeln News, 05.04.2024

Bullish
  • Ernte 2023
  • problematische Auspflanzungen
  • gute TK-Nachfrage
  • Exportnachfrage
Bearish
  • Frühkartoffelimporte
  • in Niedersachsen sind noch vermehrt Kartoffeln im Lager
  • nachlassende Nachfrage TK-Industrie
Internationale Notierungen     €/dt 
Land Notierung Sorte Vorwoche Aktuell Änderung
Niederlande PotatoNL Cat. 1 35,00-40,00 34-40,00 -0,50
Belgien Belgapom Fontane 35,00 35,00 0,00
Frankreich RNM Fontane 35,00 35,00 0,00
Deutschland Reka Innovator 39,00 39,00 0,00

Die Auspflanzungen bereiten weiterhin Probleme. Von zu nassen Böden wird sowohl in Ostdeutschland, im Rheinland, in der Heideregion als auch in Bayern berichtet. Die sommerlichen Temperaturen am Wochenende dürften keine wirkliche Verbesserung der Situation bringen.

Die Situation am Verarbeitungsmarkt hat sich kaum verändert. Belgapom beließ ihre Notierung heute unverändert bei 35 Euro/dt. Auch die Reka im Rheinland beließ ihre Preisnotierungen abermals unverändert. Fabriken kaufen kleinere Mengen freie Ware am Markt ein und füllen damit ihre Vertragswaren auf. Wegen der überall schwierigen Anbaubedingungen zeigen sich die Landwirte im Bezug auf die eingelagerten Knollen entspannt und bieten ihrerseits kaum Mengen an. An der EEX fand zuletzt kein Handel statt. Die Börse legte gestern den Settlement für den in Kürze auslaufenden April-Kontrakt bei 37,20 Euro/dt fest. Der Kartoffel-Index der EEXX notiert heute mit 36,50 Euro/dt und damit um 0,20 Euro tiefer als letzte Woche Freitag.

Bei den Speisekartoffeln werden vermehrt Aufschläge für gekühlte Kistenwaren besprochen. Insbesondere für vorwiegend festkochende Sorten sind die wahrscheinlicher geworden. Aktuell sind Kartoffeln aber ausreichend vorhanden. Sowohl heimsiche Waren als auch importiere Mengen aus Ägypten und Israel sind am Markt vorhanden. In Spanien wurden in dieser Woche die ersten Frühkartoffeln geerntet. Noch ist das Aufkommen gering und vorwiegend für den spanischen Markt bestimmt, weniger für den Export.

Kartoffeln-Aktualisieren,

Zum Wochenbeginn zeigt sich der Markt für Verarbeitungskartoffeln weiterhin ruhig. Sowohl Landwirte mit Lagerkartoffeln als auch die Fabriken zeigen derzeit wenig Aktivitäten. Erste spekulieren vor allem auf weitere Lageraufschläge und spekulieren auf einen späten Start der Ernte der frühen Sorten. Die Auspflanzungen bereiten immer noch Probleme. Die Erinnerungen an den Saisonwechsel im letzten Jahr sind noch präsent. Wegen der damals späten Ernte zogen die Preise sehr deutlich an. Frühe Sorten erzielten Preise von über 50 Euro/dt. In den Niederlanden zeigt sich ebenfalls eine ruhiger Marktverlauf. Die Notierungen bewegen sich überwiegend auf dem Niveau der Vorwoche. Die Handelsspanne für Cat-1-Kartoffeln wurde gestern am unteren Ende der Notierung um 1 Euro erhöht und legt dadurch im Durchschnitt um 0,50 Euro/dt zu. Am Freitag beließen Belgapom und die Reka ihre Notierungen auf dem erreichten Niveau.

Der Speisemarkt zeigt sich ausgeglichen. Lagerware vor allem aus Norddeutschland wird durch Importwaren aus Ägypten und Israel ergänzt. Insgesamt deutet sich für Israel eine zufriedenstellende Ernte an, auch für Spanien sind viele Beobachter trotz der regional dramatischen Trockenheit in den Wintermonaten zuversichtlich. In den wichtigsten Anbauregionen sind ausreichende Mengen Niederschläge gekommen. Die Auspflanzungen der der nun anstehenden Sorten ist nach wie vor schwierig. Im Rheinland und im badischen Raum wird von einer guten Entwicklung der Folienware berichtet.

An der EEX fand sowohl in der letzten Woche als auch in den ersten beiden Handelstagen dieser Woche kein Umsatz statt. Das Open Interest hat sich nicht mehr verändert. Der April-24-Kontrakt läuft Ende dieses Monats aus. Das Interesse an den weiteren Monaten hält sich weiterhin arg in Grenzen.

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ZMP Live Expertenmeinung

Der Kartoffelmarkt startet stabil in den April. Die Preise haben sich kaum verändert und tendieren seitwärts. Die kommenden Wochen werden jedoch spannend. Noch ist keine Besserung der Anbaubedingungen in Sicht. 

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