Marktüberblick
Der Kartoffelmarkt in Deutschland und Europa bleibt im Februar 2026 deutlich angebotsgetrieben. Mehrere Hinweise deuten auf strukturelle Überversorgung hin – bis hin zu Fällen, in denen große Mengen Kartoffeln mangels Absatz verschenkt oder anderweitig verwertet werden.
Bereits zuvor führten sehr gute Erntebedingungen zu Überschüssen und finanziellen Sorgen bei Produzenten.
Parallel dazu sinken Verarbeitungs- und Produktpreise: Tiefkühl-Pommes erreichten Anfang 2026 das niedrigste Preisniveau seit drei Jahren, was zwar die Nachfrage leicht stützt, aber die Rohwarenpreise unter Druck hält.
Preisentwicklung
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Deutschland Erzeugerpreise Speisekartoffeln (KW 7):
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festkochend: 10–14 €/dt
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vorwiegend festkochend: 10–13 €/dt
→ weiterhin niedriges Niveau bei schwacher Vermarktung.
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Angebotslage
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Große europäische Ernten führten bereits 2025 zu stark fallenden Preisen und strukturellem Überangebot.
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Produktionsausweitungen in Nordwesteuropa verstärkten den Preisdruck zusätzlich.
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Auch 2026 zeigt sich weiterhin eine sehr große verfügbare Menge (z. B. reduzierte freie Kaufmengen und große Ernte in Deutschland laut Branchenmeldungen).
Bewertung: klar überversorgter Markt.
Großhandel & Industrie
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Geringe freie Marktaktivität und begrenzte Nachfrage führten bereits 2025 zu deutlich fallenden Preisen für Verarbeitungsware.
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Tiefkühl-Produktpreise sind aktuell niedrig, was Nachfrage stimuliert, aber Rohstoffpreise belastet.
Export
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EU-Verarbeitungssektor bleibt stark exportorientiert, aber Exportvolumen sank zuletzt nach Rekordjahren.
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Globale Überversorgung begrenzt zusätzliche Absatzchancen.
Nachfrage
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Niedrige Produktpreise fördern Konsum leicht, können strukturellen Überschuss jedoch nicht ausgleichen.
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Markt bleibt insgesamt ruhig mit begrenzter freier Nachfrage.
REKA-/Index-Hinweis
Der EU-4-Index (gewichteter Durchschnitt der wichtigsten EU-Produzenten) bestätigt aktuell ein sehr niedriges Preisniveau bei kaum Bewegung.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Rahmenbedingungen auf den Großhandelsmärkten für Speisekartoffeln präsentieren sich auch in dieser Berichtswoche weitgehend unverändert. Ein weiterhin umfangreiches Angebot trifft auf eine nur verhaltene Nachfrage, wodurch der strukturelle Angebotsüberhang bestehen bleibt.
Impulsgebende Effekte aus dem Lebensmitteleinzelhandel bleiben trotz laufender Werbeaktionen bislang aus, sodass sich keine spürbare Belebung der Marktdynamik abzeichnet.
Auf Erzeugerebene konzentriert sich die Vermarktungsfähigkeit zunehmend auf qualitativ einwandfreie Lagerpartien. Parallel dazu steigen mit fortschreitender Lagerdauer die Absortierungsquoten, was den Preisdruck zusätzlich verstärkt.
Vor diesem Hintergrund sind kurzfristig weder eine markante Preiserholung noch die Durchsetzung lagerkostenbedingter Preisaufschläge absehbar.