13.
10.23
Einlagerungen laufen auf Hochtouren

Kartoffeln News, 13.10.2023

Bullish
  • Werbeaktionen LEH
  • knappe Versorgungslage im weiteren Saisonverlauf erwartet
  • Exportnachfrage aus Schweden und Österreich erwartet
Bearish
  • hohe Ernte in Frankreich
  • laufende Rodungen
  • Fabriken mit Kontraktwaren ordentlich versorgt

In fast allen Regionen gehen die Rodearbeiten bei den Speisekartoffeln gut voran. Aus dem östlichen Anbaugebieten Niedersachsens wird von großen Einlagerungsarbeiten berichtet. Auch in Westniedersachsen laufen die Rodearbeiten und die Einlagerungen zügig. Werbeaktionen des Lebensmitteleinzelhandels sorgen überall für eine gute Nachfrage, die Reka notiert für Speisekartoffeln weiterhin 33 Euro/dt und auch im Bundesmittel bleiben die Preise im Vergleich zur Vorwoche überwiegend unverändert. Lediglich schwächere und nicht lagerfähige Partien werden zu günstigeren Konditionen gehandelt.

Am Verarbeitungsmarkt bleibt die Vermarktungslage unverändert. Kontraktwaren stehen in Deutschland wie in anderen Ländern im Fokus der Fabriken und freie Partien werden kaum gehandelt und abgerufen. Das Angebot nimmt jedoch stetig zu, da die Erntearbeiten gut vorankommen. In Belgien hoffen die Markteilnehmer auf eine anziehende Nachfrage aus dem Exportgeschäft nach Ost- und Südeuropa. Aktuell bleibt die Exportnachfrage noch leicht hinter den Erwartungen zurück. Die Preisnotierungen der Belgapom bleiben die bei 10 Euro für Sorten wie Fontane und Challenger. Innovator sind in Belgien etwas besser gefragt und können bis zu 13 Euro/dt erzielen. Regional erschwert Trockenheit die Rodung, wie es vom belgischen FiWap-Verband heißt. Während hierzulande die Ernte noch läuft und auch in den Niederlanden und in Belgien noch nicht abgeschlossen ist, ist die französische Ernte weitestgehend auf der Zielgeraden. Die Preise haben sich auch hier nicht verändert. Die Reka notiert unverändert, lediglich für Innovator wird ein Plus von 1 Euro auf nun 13 Euro/dt festgestellt.

Kartoffeln-Aktualisieren,

Update Kartoffeln vom Dienstag, 17.10.2023

An der EEX konnten bei wenigen Umsätzen der April-Kontrakt gestern auf 21,10 Euro/dt zulegen. Am Freitag schloss dieser noch bei 20,50 Euro/dt. Am heutigen Börsentag gab es bis zum späten Vormittag noch keine Umsätze. Das Open Interest, also die zahl der offenen Kontrakte, hat im Oktober leicht zugelegt. Waren es am 2.10. noch 626 offene Kontrakte mit je einem Verkäufer und Käufer sind es aktuell 662 offene Positionen.

Bei den Verarbeitungskartoffeln deutet sich mehr und mehr eine Stabilisierung der Preise an. Auch wenn für schwache Partien die Preise in den Niederlanden und in Belgien oftmals noch unter 10 Euro/dt liegen, notierte PotatoNL gestern eine Spanne von 11 bis 13 Euro/dt und damit 1 Euro im Durchschnitt weniger als vor einer Woche. In der letzten Woche ging es noch um 1,50 Euro/dt nach oben. Die Notierungen der Reka sowie von Belgapom blieben am Freitag unverändert. Für Innovator konnte die Reka jedoch mit 13 Euro einen Euro fester notieren. Fontane und Agria bleiben mit 10 bzw. 12 Euro unverändert zur Vorwoche. Die Nachfrage der Fabriken wird weiterhin als träge bis kaum vorhanden beschrieben. Hier gleichen sich die Märke in Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Auch aus Frankreich ist von einer geringen bis kaum vorhandenen Nachfrage nach freien Partien zu hören. In den Niederlanden sind nach aktuellen Schätzungen etwa 40 bis regional 50 % der Ernte eingebracht. Aufgrund der nassen Felder und dem späten Start wird dies als gut betrachtet. Auf Keliböden und Sandböden hingegen sind erst bis zu 30 % geborgen.

Am Speisemarkt gibt es zum Wochenauftakt wenig kursbewegende Nachrichten. Die Notierungen zeigten sich zuletzt stabil. Die Einlagerung der Haupternte ist in vielen Regionen bereits abgeschlossen bzw. läuft auf Hochtouren. Noch will das Exportgeschäft nicht richtig in die Gänge kommen.

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ZMP Live Expertenmeinung

Am Verarbeitungsmarkt deutet sich mehr und mehr eine Bodebildung ab. Speisekartoffeln werden umfangreich eingelagert, vor allem in den nördlichen und westlichen Überschussgebieten. Die Preise tendieren auch hier stabil. Insgesamt belastet die laufende Ernte jedoch das Preisgefüge weiterhin. 

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