Aktuelle Nachrichten & Marktdaten – Kartoffelmarkt KW 3 / Januar 2026
1. Angebotslage & Nachfrage
Versorgung & Angebot:
Der deutsche Kartoffelmarkt ist auch in KW 3/2026 weiter von einem starken Angebotsüberhang geprägt.
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Die Versorgungssituation bleibt reichlich, da die Lagerbestände aus der großen Ernte 2025 weiterhin hoch sind.
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Die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel bewegt sich im saisonüblichen, moderaten Bereich, ist aber nicht stark genug, um den Angebotsüberhang deutlich zu reduzieren.
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Auch alternative Verwertungswege (Futter, Biogas) werden genutzt, um freie Ware abzusetzen.
Regionale Erzeugerpreise – Deutschland / KW 2‑3:
Aktuelle Marktdaten aus verschiedenen Quellen zeigen stabile bis leicht rückläufige Erzeugerpreise im Inland:
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Nordrhein‑Westfalen: ca. 16,00 €/dt für Speisekartoffeln (festkochend und mehlig kochend).
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Schleswig‑Holstein: Speisekartoffeln liegen im Bereich von 10,00 – 14,00 €/dt (Erzeugerpreise frei Rampe).
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Sachsen: Festkochend ~ 15,00 €/dt; vorwiegend festkochend ~ 14,00 €/dt; mehlig kochend ~ 15,00 €/dt (Konstanter Wert zur Vorwoche).
Export & Verarbeitung:
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Die Nachfrage aus dem Export bleibt begrenzt, da viele Nachbarländer ebenfalls gut versorgt sind.
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Die Verarbeitungsindustrie zeigt weiterhin geringe Aktivität – freie Industrieware ist kaum nachgefragt.
2. European Processing Potato Index (EPPI)
Aktueller Stand:
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Laut Zeitreihen vom 15.01.2026 wurde der EEX‑Kartoffelpreis (Industrieware, April 2026‑Kontrakt) mit 6,50 €/100 kg notiert und zeigte keine Veränderung zum Vortag.
Der EEX‑Spot‑Preis reflektiert weiterhin eine schwache Preisbildung im Industriewaren‑Segment aufgrund des Angebotsüberhangs.
3. Preisentwicklung & Verbundeffekte
Inlandsmarkt:
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Die Preise für Speisekartoffeln bleiben im saisonüblichen niedrigen bis moderaten Bereich und bewegen sich in einem engen Band, ohne signifikante Aufwärtstendenz.
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Trotz saisonaler Aktionen und punktueller Nachfrage im LEH konnten Händler die Lagerbestände bislang nicht merklich abbauen.
Globale / europäische Trends:
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Die Saison 2025 geht weiterhin mit einer hohen Versorgung einher, die auch in den europäischen Nachbarländern zu hohen Lagerbeständen führt.
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Dies führt zu anhaltendem Preisdruck und engen Margen für Erzeuger, wie auch unabhängige Branchenanalysen bestätigen.
ZMP Live Expertenmeinung
Die Marktlage in der dritten Januarwoche 2026 ist weiterhin von einem deutlichen Angebotsüberhang und niedrigen Preisen geprägt. Der Speisekartoffelmarkt zeigt stabile, aber niedrige Erzeugerpreise mit geringen Aufwärtsbewegungen. Der EPPI‑Referenzwert bzw. EEX‑Spotpreis von 6,50 €/100 kg spiegelt die anhaltend schwache Industriewaren‑Situation wider. Ohne signifikante Nachfrageimpulse aus Export oder Verarbeitung bleibt der Preisdruck bestehen.