Am Terminmarkt in Leipzig zeigen sich die Preise für den April-23 Kontrakt heute bei geringen Umsätzen schwächer. Mit einem aktuellen Verlust von 0,30 Euro ist der Kontrakt auch wieder unter die Marke von 25 Euro je Dezitonne gefallen. Aktuell stehen Geld- und Briefkurse mit über 0,40 Euro weit auseinander. Im April 24-Kontrakt stehen diese sogar 1,30 Euro/dt auseinander weg. Nach wie vor kein Interesse gibt es am Handel mit dem Kontrakt Juni-23. Das Open Interest ist weiterhin bei Null, Geld- und Briefkurse fehlen vollständig.
Am Markt für Verarbeitungskartoffeln zeigt sich nur wenig Veränderung. Hier und da wird von leicht festeren Preisen berichtet und für einzelne Sorten gibt es auch weiterhin durchaus eine überschaubare Nachfrage, insgesamt aber zeigen sich die Fabriken gut versorgt und ordern in erster Linie Vertragswaren bei den Landwirten. Unverändert zeigt sich auch der Markt in Belgien. Die Nachfrage nach freien Kartoffeln läuft auch hier schleppend. Einzig Übermengen aus dem Vertragsanbau werden von den Fabriken in größerem Umfang angenommen. Mehr und Mehr Interesse an belgischen Frittenkartoffeln zeigen jedoch die Balkanländer, Abschlüsse kommen aber auch wegen der hohen Transportkosten aktuell nicht zustande. In Frankreich zeigen sich die Notierungen ebenfalls stabil. Die Kartoffelernte wurde vom französischen Statistikamt nach unten korrigiert.
Am Speisemarkt zeigen sich ebenfalls kaum Änderungen. Die Notierungen konnten zulegen. In Süddeutschland versuchen die Erzeuger ihre Lagerwaren mit Aufschlägen abzusetzen, was ihnen jedoch kaum gelingt. Dafür stehen in Norddeutschland zu große Mengen für die Verladung bereit.
Kartoffeln-Aktualisieren,
Update Kartoffeln vom 29.11.2022
An der EEX ging es für den Frontmonat erneut marginal weiter nach Oben. Die Folgetermine treten jedoch auf der Stelle. Das Handelsvolumen ist überschaubar, es wird von einem ruhigen Handel gesprochen. Bei dem Frittenrohstoff konzentrieren sich die Fabriken weiter weitestgehend auf die Verarbeitung ihrer Vertragsknollen. Angebotene Partien finden meist mit etwas Verzögerung Abnehmer, wenn auch gleich die Verkäufer regional Abschläge verkraften müssen. Die gesunkenen Temperaturen sorgen dafür, dass die Lagerbedingungen sich wieder verbessert haben und der Abgabedruck sinkt. Viele Marktteilnehmer blicken inzwischen auf die Ernte 2023 und den ersten Vertragsangebote für die neue Ernte.
Am Speisemarkt hat sich der Markt in den vergangenen Tagen kaum belebt und die Geschäfte laufen nur zäh. Fokus bleibt das Weihnachtsgeschäft und vor allem im LEH stehen neue Verkaufsgespräche mit den Lieferanten an. Die aktuelle wirtschaftliche Lage hat Berichten zufolge vor allem zu Verschiebungen im Einkaufsverhalten der Verbraucher geführt. Gefragt sind große, günstige Mengen. Dementsprechend schwierig gestaltet sich regional die Preisfindung bei den Verhandlungen. Auch die Exportgeschäfte liefern derzeit kaum Impulse. Lediglich Frittenrohstoff werden in unsere Nachbarländer verkauft.
ZMP Live Expertenmeinung
Impulse fehlen sowohl bei den Speisewaren als auch bei Frittenkartoffeln. Die Fabriken sind gut versorgt und fehlende Verkaufsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel bieten aktuell auch keinen Anlass auf deutliche Impulse zu hoffen. Die Stabilität in den Märkten wird auch für die kommenden Woche erwartet.