Die ruhige Stimmung bei den Speisekartoffeln hält auch zum Wochenende hin an. Die Angebot ab Feld nehmen deutlich ab und viele Einkellerungsaktionen neigen sich dem Ende. Da viele Verkaufsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel beendet wurden bleibt die Nachfrage ausgesprochen ruhig. Die Notierungen konnten auf Wochensicht im Bundesmittel leicht zulegen. Insbesondere am oberen Ende der Handelsspanne wurden Aufschläge erzielt, die Reka notierte zuletzt für geschwitzte Premium Lagerware einen Zuschlag von 5 Euro.
Bei der Verarbeitungskartoffeln rufen die Fabriken derweil nur Vertragswaren ab. Freie Mengen werden kaum bis gar nicht gefragt. Viele Erzeuger möchten wegen der gestiegenen Kosten auf die Lagerhaltung in diesem Jahr zwar verzichten, doch vielfach bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die Knollen einzulagern. Der Terminmarkt bietet derzeit auch keine nennenswerten Aufschläge zu den aktuellen Notierungen um Waren abzusichern. Die Reka senkte ihre Notierungen für Fontane/Challenger um 2 Euro auf 22 Euro/dt für Innovator werden noch 23 Euro/dt statt wie in der vergangenen Woche 25 Euro/dt notiert. In Belgien zeigen sich die Notierungen stabil. Hier sollen aktuell bis zu 85 Prozent der Kartoffelanbauflächen geräumt sein. In Flandernist die Ernte jedoch teils im Rückstand, die noch zu rodenen Flächen betragen hier zu zu 30 Prozent. Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch hier kaum Nachfrage nach freien Mengen. Abschlüsse können jedoch durchaus für spätere Lieferungen getätigt werden.
An der EEX findet zuletzt wieder ein regerer Handel mit Verarbeitungskartoffeln statt. Heute legen die Knollen deutlich um 0,90 Euro/dt zu. Insgesamt hat sch das Preisniveau seit Beginn der Ernte jedoch reduziert. Für den April 23 werden heute Mittag 24,60 Euro/dt gehandelt.
Kartoffeln-Aktualisieren,
Update Kartoffeln vom 25.10.2022
Wieder mehr Handelsaktivitäten an der EEX
Auch wenn es heute bis jetzt keine Umsätze an der Leipziger EEX für Verarbeitungskartoffeln gegeben hat, so zeigt sich in den letzten Tagen doch wieder ein vermehrtes Interesse von Käufern und Verkäufern beim Handeln von Terminkontrakten. Der April-23 legte gestern um 0,20 Euro/dt zu und notiert aktuell mit 24,90 Euro/dt. Das Open Interest in den Kontrakten Apr 23 und Apr 24 ist zuletzt wieder gestiegen.
Die jüngste veröffentliche Exportbilanz für den Monat August 22 zeigt, dass Frühkartoffeln und Konsumkartoffeln deutlich mehr ins Ausland verladen wurden, als im August des Vorjahres. Bei Verarbeitungskartoffeln zeigt sich in der Statistik, dass zwischen Januar und August in diesem Jahr weit weniger Knollen in die Niederlande verschickt wurden, als in anderen Jahren, dafür hat Belgien wesentlich mehr Verarbeitungskartoffeln aus Deutschland bezogen. Aktuell findet an den Kassamärkten hierzulande weiterhin kaum Umsatz statt. Die Fabriken bedienen sich aus kontraktierter Ware ab Feld. Ein wirklicher freier Markt ist aktuell nicht wirklich vorhanden. Die Reka senkte zuletzt ihre Notierungen auch PotatNL nahm die Handelsspanne gegenüber der Vorwoche am oberen Ende für Cat.-1-Kartoffeln zurück. Die Nachfrage zeigt sich auch hier gedämpft. In den Niederladen gibt es noch in einigen Regionen nicht gerodete Flächen, Feldware steht hier darum auch weiterhin noch ausreichend zur Verfügung. Bei nur wenig aktiven Käufern am Markt bereitet die Vermarktung freier Mengen den Landwirten jedoch durchaus Probleme und Mühe. Belgische Fabriken sind jedoch durchaus in den Niederlanden auf der Suche nach freien Verarbeitungswaren.
Am Speisemarkt zeigt sich eine wenig veränderte Situation. Die Nachfrage ist weiterhin ruhig. Aktionen im LEH finden derzeit nicht statt. Zuletzt zeigten sich leicht höhere Notierungen an den Märkten.
ZMP Live Expertenmeinung
Grundsätzlich zeigen sich die Erzeuger vor dem Hintergrund der schlechten Wetterbedingungen werden der Wachstumsphase zufrieden mit den Ernteergebnissen. Vielerorts fielen diese sogar besser aus als erwartet. Dennoch ist es insbesondere bei de Verabreitungskartoffeln derzeit kaum möglich Übermengen oder freie Waren an die Frau oder den Mann zu bringen. Das Niveau der EEX deutet darauf hin, dass Einlagerung nicht zwangsläufig honoriert wird. Entsprechend bleibt der Druck bei den Erzeugern.