Der Absatz von Speisefrühkartoffeln wird aktuell als insgesamt zufriedenstellend bewertet. Die zwischen Erzeugern und Handel abgestimmten Liefermengen fließen bislang weitgehend planmäßig ab. Regional nimmt das Angebot weiter zu, da sich die Erntemengen kontinuierlich erhöhen. Die günstigen Witterungsbedingungen fördern den Rodefortschritt, werden jedoch regelmäßig durch teils ergiebige Niederschläge unterbrochen.
Die Landwirte zeigen sich mit Erträgen und Qualitäten bislang zufrieden. Kritisch bleibt jedoch das Preisniveau: Die Erzeugerpreise stehen unter anhaltendem Druck und spiegeln die gestiegene Anbaufläche und das daraus resultierende Überangebot wider. Eine kurzfristige Entspannung der Marktlage ist daher nicht zu erwarten.
Industriekartoffeln: Angebotsüberhang verstärkt Preisdruck
Am Markt für Industriekartoffeln bleibt die Lage angespannt. Das Angebot übersteigt weiterhin deutlich die Nachfrage. Insbesondere das deutliche Plus bei der Anbaufläche führt zu einem strukturellen Angebotsüberhang, der als Hauptursache für die anhaltend niedrigen Preise gesehen wird. Der Verarbeitungssektor übt dabei spürbaren Druck auf das gesamte Marktgefüge aus.
Dies zeigt sich auch an der Terminbörse: Der April-2026-Kontrakt an der EEX notierte zuletzt nochmals schwächer, was die anhaltend negative Preiserwartung unterstreicht.
Regionale Versorgung und Marktimpulse
Regional stammen die Lieferungen zunehmend ausschließlich aus inländischer Produktion. Sortimentsbreite und Mengenangebot steigen spürbar. Gleichzeitig haben die Sommerferien den Absatz lokal begrenzt, wodurch der Lebensmitteleinzelhandel sowie der Großmarkt punktuell mit Preisnachlässen reagieren mussten. Ab Donnerstag dieser Woche zogen die Umsätze leicht an.
In München waren weiterhin italienische Frühkartoffeln verfügbar, jedoch bei sinkenden Preisen infolge des hohen Konkurrenzdrucks durch das wachsende Inlandssortiment.
ZMP Live Expertenmeinung
Die zwischen Erzeugern und Handel abgestimmten Liefermengen fließen bislang weitgehend planmäßig ab. Regional nimmt das Angebot weiter zu. Die günstigen Witterungsbedingungen fördern den Rodefortschritt, werden jedoch regelmäßig durch teils ergiebige Niederschläge unterbrochen.
Die Erzeugerpreise stehen unter anhaltendem Druck und spiegeln die gestiegene Anbaufläche und das daraus resultierende Überangebot wider. Eine kurzfristige Entspannung der Marktlage ist daher nicht zu erwarten.
Am Markt für Industriekartoffeln bleibt die Lage angespannt. Das Angebot übersteigt weiterhin deutlich die Nachfrage.