Marktbericht Kartoffeln – KW 48 / November 2025
1. Marktüberblick & Angebotslage
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Der heimische Kartoffelmarkt bleibt durch ein weiterhin hohes Angebotsvolumen geprägt. Nach Abschluss der Haupternte füllen sich die Lager vielerorts rapide — sowohl bei Speisekartoffeln als auch bei Verarbeitungskartoffeln. Laut Branchenberichten ergibt sich in diesem Jahr ein Rekordertrag, was zu einem massiven Angebotsüberhang führt.
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Qualität und Einlagerung werden daher für viele Betriebe zur zentralen Herausforderung. Nur sorten- und lagerfähige Ware dürfte mittelfristig marktfähig bleiben. Ansonsten drohen Abschläge oder Auslagerung in alternative Verwertungswege
2. Preise & Nachfrageentwicklung
| Indikator / Region | Aktuelle Lage / Werte |
|---|---|
| Bundesweiter Erzeugerpreis (frei Lager) | ca. 14,54 €/dt für vorwiegend festkochende Speisekartoffeln (Referenz 48. KW 2025). |
| Regionale Preisspanne (Erzeugerpreise) | Unterschiedlich je nach Region – u.a. Spannen von ca. 12,5 bis ~16,0 €/dt berichtet. |
| Nachfrage im LEH / Großhandel | Trotz breit verfügbarem Angebot bleibt die Konsumnachfrage verhalten; Preisaktionen im LEH sorgen nur punktuell für Entlastung. Export und überregionaler Handel zeigen kaum Impulse. |
| Industrieware / Verarbeitungskartoffeln | Die Abnahme beschränkt sich nahezu vollständig auf vertraglich gebundene Mengen. Freie Industrieware erfährt aktuell kaum Nachfrage. |
3. Regionale Preisaufschlüsselung (Auswahl)
Basierend auf öffentlich verfügbaren Erzeugerpreisdaten und Marktberichten lassen sich für KW 48 folgende Spannen (in €/dt) ableiten
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Schleswig‑Holstein: ca. 12,5 – 14,5
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Nordrhein‑Westfalen: ca. 13,0 – 15,0
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Bayern: ca. 13,5 – 16,0 (je nach Sorte und Qualität)
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Niedersachsen: ca. 12,5 – 14,5
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Hessen: ca. 13,5 – 15,5
(Hinweis: Regionale Bandbreiten variieren je nach Sorte, Qualität und Zeitpunkt der Vermarktung.)
ZMP Live Expertenmeinung
Der Kartoffelmarkt verharrt in einer Phase starker Angebotsüberhänge und schwacher Nachfrage. Die Erzeugerpreise bleiben auf niedrigem Niveau — mit wenig Aussicht auf kurzfristige Entlastung. Eine nachhaltige Stabilisierung erscheint nur möglich, wenn ein Teil der Ware aus Markt und Lager genommen wird (z. B. via Export, Verarbeitung oder Verwertung), oder die Nachfrage durch saisonale Verbrauchsverschiebungen steigt. Entscheidend sind jetzt Ware‑Qualität, Lagerfähigkeit und differenzierte Vermarktungsstrategien.
Ohne neue Impulse — insbesondere aus Export, Industrie oder Konsum — dürfte der Druck auf Preise und Margen nachhaltig hoch bleiben.