04.
04.14
EU-Kartoffelernte bleibt historisch klein

Kartoffeln Cockpit, 04.04.2014

Bullish
  • Neue Rekorde bei niederländischer Verarbeitung und den Exporten daraus
  • Ost- und Südosteuropa ordern mehr Konsumkartoffeln
  • Russland bindet große Mengen Frühkartoffeln an sich
  • Vorräte in Westeuropa eher klein
  • EU 28-Ernte 2013 nur 52,9 Mio. t - sogar weniger als im Vorjahr
Bearish
  • Ergebnis der deutschen Kartoffelernte nach oben korrigiert
  • Frühe Ernte von neuem Frittenrohstoff erwartet
  • Frischkartoffelexporte der Beneluxländer nur verhalten
  • Erfolgreiche Einkaufsstrategie der Verarbeiter: Kontraktbestand bleibt sehr hoch

Aktualisierungen von Ernteergebnissen in Westeuropa meistens nach oben

(AMI) Inzwischen liegen aus einer ganzen Reihe von EU-Staaten Aktualisierungen der Ernteergebnisse des Vorjahres vor. Meistens haben die Statistiker ihre ersten Aussagen nach oben korrigiert. Trotzdem bleibt aber die EU-Ernte 2013 historisch klein. In Deutschland kamen zum vorläufigen Ernteergebnis noch 400.000 t hinzu. Mit 9,67 Mio. t wurde so wenig wie noch nie eingebracht. Es fehlt allerdings vor allem an Stärkekartoffeln und bayerischen Übergrößen für den Export, so dass die Versorgung der übrigen Verwendungsbereiche gesichert ist. In Frankreich kamen 230.000 t Konsumkartoffeln hinzu. Die nun mindestens gut durchschnittliche Ernte ist vor dem Hintergrund eines eher rückläufigen Inlandsverbauchs, seit Jahren stagnierendem Verarbeitungsvolumen und einem eher schwachen Verbrauch zu sehen. Die Statistik in den Niederlanden kam jüngst auf ein Plus von 100.000 t. Die Ernte von Konsumware bleibt unterdurchschnittlich und ließ zuletzt bei gestiegener Verarbeitung aber schwachem Export keine großen Vorräte mehr übrig. Aus Belgien gibt es noch keine neuen Daten. Die bisherige Verbrauchsentwicklung beim Rohstoff und das Ernteergebnis sehen eher nach einer knappen Versorgung aus. Die Preise haben sich aber bekanntlich nicht entsprechend entwickelt. Ob es zum Saisonende dann noch einmal spannend wird? Schließlich stehen Produktionsdaten und Preisverlauf im Widerspruch.

EU-Kartoffelernte bleibt historisch klein
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Lage am Speisekartoffelmarkt hat sich gegenüber Vorwoche nicht geändert. Die Nachfrage ist zwar stetig, aber insgesamt nicht groß. Ein stetig wachsendes Angebot findet kaum Abnehmer. In fast allen Regionen wurden bereits Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum ins Sortiment aufgenommen und ergänzen das heimische Angebot. Der Umsatzanteil ist dem Vernehmen nach aber bislang gering, so dass sie den alterntigen deutschen Kartoffeln kaum Konkurrenz machen. Die Preise für qualitativ einwandfreie Kartoffeln sind weitgehend stabil zur Vorwoche, wohingegen minderwertige Partien indes nur mit Preisabschlägen abzusetzen sind. Die Preise für Schälware stehen unter Druck. In fast allen Regionen wurde mit den Auspflanzungen der frühen Sorten begonnen. Zumeist gehen sie unter optimalen Bedingungen auch flott voran.

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