07.
02.14
Frittenexporte hielten hohes Mengenniveau

Kartoffeln Cockpit, 07.02.2014

Bullish
  • Frittenherstellung weiterhin auf Rekordkurs und vom Drittlandsexport gestützt
  • Sehr hohe Kartoffelpreise in Russland, in der Ukraine und in der Türkei: Importbedarf!
  • Aussicht auf steigenden Konsumkartoffelexport von Nordwest- nach Südosteuropa
  • EU 28-Ernte 2013 nur 51,5 Mio. t - sogar weniger als im Vorjah
Bearish
  • Erfolgreiche Einkaufsstrategie der Verarbeiter: Kontraktbestand bleibt sehr hoch
  • Exporte durch hohe Preise ausgebremst, statt Anbieter aus Deutschland liefern andere
  • Reste aus Flächenlägern müssen weg
  • Preiswertere Kartoffeln aus Westeuropa im Südosten der EU wettbewerbsfähiger

Neben dem Weltmarkt auch Absatzsteigerung in einige EU-Staaten

Die Frittenhersteller in den Niederlanden, in Belgien und in Deutschland exportierten ihre tiefgefrorenen Erzeugnisse von Juli bis einschließlich November wieder sehr umfangreich. Eurostat-Daten zum Außenhandel belegen das. Mit großem Abstand sind die Verarbeiter in Belgien und den Niederlanden die wichtigsten Akteure. Auch deutsche Unternehmen beschicken aber zunehmend den Weltmarkt  Belgiens Frittenfabriken verkauften in den ersten fünf Monaten mit 131.000 t zwar und 20.000 t weniger Fritten am Weltmarkt, die Menge übertraf aber diejenige von 2011 um rund 25.000 t. Niederländer dagegen konnten das riesige Quantum von 2012 (171.000 t) gut halten. Aus Deutschland, Belgien und aus den Niederlanden flossen innerhalb von 5 Monaten 321.000 t an den Weltmarkt, 16.000 t weniger als im Rekordjahr 2012 aber über 70.000 t mehr als früher. In wichtige Abnehmerländer in Südamerika, im arabischen Raum sowie in Asien konnte der TK-Frittenverkauf meistens gesteigert werden. Rückgänge sind dagegen vor allem in Nordamerika und Südafrika zu verzeichnen. Für die Europäische Union liegen die Daten für November2013 noch nicht vor. Der polnische Markt hat allerdings in vier Monaten schon mehr Fritten aufgenommen als 2012 in fünf Monaten, nämlich 9.000 t aus den Niederlanden und 7.000 t aus Belgien. Auch Deutschlands Frittenhersteller schickten schon etwas mehr. Dies spiegelt die schwächere Versorgungslage in unserem Nachbarland wider. Hiesige Verarbeiter profitierten bisher übrigens auch vom großen „Frittenhunger“ der Brasilianer.

Frittenexporte hielten hohes Mengenniveau
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ZMP Live Expertenmeinung

Die aus Sicht der Verarbeiter sehr erfolgreiche Einkaufsstrategie in diesem Wirtschaftsjahr lässt weiterhin keinen nennenswerten Handel mit vertragsfreiem Frittenrohstoff zu. Wer verkaufen muss – Druck im Lager, Druck von der Bank – kommt nur zu entgegenkommenden Forderungen zum Zuge und so pendelt das Preisniveau langsam aber sicher immer weiter nach unten. Anbieter warten auf eine Erlösung aus dieser Bredouille, die allerdings in den nächsten Wochen nur durch ein Aufleben des Exportgeschäfts möglich scheint. Dieses wiederum hängt unter anderem von Russland ab, wo europäische Konsumkartoffeln wegen angeblicher Schwierigkeiten mit der Gesundheit weiterhin verbannt bleiben. Mit Maßnahmen gegen Importe über Nachbarstaaten wie Weißrussland betont die Politik derzeit ihren festen Willen, Importe nur unter den eigenen Bedingungen zuzulassen.

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