07.
03.14
Deutschlands Kartoffelexporte kräftig gewachsen

Kartoffeln Cockpit, 07.03.2014

Bullish
  • Kartoffelexporte umfangreicher als erwartet
  • Vorräte in Westeuropa, insbesondere in den Niederlanden und Deutschland, eher klein
  • Kartoffelversand von Nordwest- nach Südosteuropa wächst
  • Rege Frittenherstellung, Drittlandsexporte tendieren in Richtung Vorjahresrekord
  • EU 28-Ernte 2013 nur 51,5 Mio. t - sogar weniger als im Vorjahr
Bearish
  • Frühkartoffelauspflanzungen erfolgen früh unter sehr guten Bedingungen
  • Kräftige Nachfrageimpulse lassen auf sich warten
  • Erfolgreiche Einkaufsstrategie der Verarbeiter: Kontraktbestand bleibt sehr hoch
  • Frittenfabriken mit vollen Produktlägern

Austausch von Verarbeitungsrohstoff mit dem Beneluxraum dominiert Außenhandel

(AMI) Der Konsumkartoffelexport Deutschlands war im Dezember 2013 erneut sehr lebhaft, so dass der anfänglich große Rückstand 2013/14 gegenüber dem vorherigen Wirtschaftsjahr Ende 2013 auf nur noch 1,7 % schrumpfte. Mit 141.606 t flossen im Dezember 2013 rund 66 % mehr Kosumkartoffeln ins Ausland als im Vergleichsmonat des Vorjahres und brachten so das Halbjahresergebnis auf 1,034 Mio. t. Erneut waren es die riesigen Mengen an Rohstoff für niederländische Verarbeiter, welche das Dezemberergebnis prägten. Diese nahmen nämlich alleine schon 96.378 t ein. Der Verkauf nach Italien war mit 8.677 t zwar viel geringer als 2012, er wurde aber von 2008 bis 2010 nicht erreicht. Der Absatz in Großbritannien schrumpfte wieder auf Normalmaß, nach Tschechien floss erneut viel mehr und die übrigen Bestimmungen haben in der Regel zu Gunsten von Lieferungen aus den Niederlanden oder Frankreich etwas verloren. In der Gegenrichtung, also beim Import von Konsumkartoffeln, fallen im Dezember auch erneut riesige Mengen aus dem Beneluxraum (78.000 t, Vorjahr: 9.000 t) auf. Frankreichs Lieferquantum war dagegen mit gut 5.000 t eher durchschnittlich. Aus Dänemark, Großbritannien und Finnland trafen mehr Kartoffeln bei uns ein als sonst. Insgesamt übertrafen die Zufuhren von Juli bis Dezember 2013 von fast 460.000 t die aus dem Vergleichszeitraums des Vorjahres um rund 28 %.

Deutschlands Kartoffelexporte kräftig gewachsen
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ZMP Live Expertenmeinung

Der Terminmarkt hat die Wende geschafft. Der Mitte 2014 Februar erreichte Tiefstand des Aprilkontraktes von11,00 EUR/dt wird derzeit um mindestens 2,00 EUR/dt überschritten. Am Kassamarkt bleiben jedoch Reaktionen auf die jüngst eher bullischen Nachrichten aus den Vorratsmeldungen in Westeuropa aus. Auch aus Anbietersicht positive Exportdaten bewegen am Markt so gut wie nichts. Weiter zurück gehen die Kassamarktnotierungen aber nicht. Noch hat das Rennen um die restlichen freien Verarbeitungskartoffeln also nicht begonnen. Die nun zeitig erfolgenden Auspflanzungen, die sich in der nächsten Woche auch umfangreich auf Frittenrohstoff ausweiten dürften, sind dazu auch kein Anreiz. Und trotzdem: Wenn alle fundamentalen Daten stimmen, werden Verarbeitungskartoffeln im Juni knapp.

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