09.
05.14
Flotter Frittenabsatz

Kartoffeln Cockpit, 09.05.2014

Bullish
  • Umfangreicher Frittenabsatz in Europa und weltweit
  • Rekorde bei niederländischer Verarbeitung und nur noch kleine Rohstoffvorräte
  • Frühkartoffellieferungen werden nach Osteuropa umgelenkt
  • EU 28-Ernte 2013 nur 54,583 Mio. t – kaum mehr als im Vorjahr
Bearish
  • Ergebnis der polnischen Kartoffelernte um 1,1 Mio. t nach oben korrigiert
  • Frühe Ernte von neuem Frittenrohstoff erwartet
  • Kaum ein Markt für Bintje aus Belgien vorhanden
  • Speisefrühkartoffelernte aus allen deutschen Anbaugebieten gleichzeitig möglich
  • Erfolgreiche Einkaufsstrategie der Verarbeiter: Kontraktbestand bleibt sehr hoch

Exporte von TK-Fritten auf Rekordkurs
(AMI) Im Beneluxraum, dem Kerngebiet der TK-Frittenproduktion, steuert der Verkauf der goldenen Stäbchen 2013/14 einem neuen Rekord entgegen. Das zumindest signalisieren die Exportdaten von Eurostat. Das Gros der Produktion in Belgien und in den Niederlanden ist für die Ausfuhr bestimmt. Dabei bindet das Geschäft mit Drittländern einen immer größeren Anteil auf sich. Lieferten belgische und niederländische Unternehmen im Wirtschaftsjahr 2007/08 bis Ende Februar nur knapp 200.000 t an Kunden außerhalb der EU, waren es in dieser Saison schon gut 500.000 t, ein neuer Rekord. Bei den Verkäufen innerhalb der EU stagnierten die Absatzzahlen in den Vorjahren. Die Märkte sind wohl gesättigt. Diese Saison allerdings könnte es einen neuen Spitzenwert geben. Bislang liegen erst die Daten bis Ende Januar 2014 vor. Dabei zeigt sich, dass Belgiens Exporteure in dieser Zeit mit 677.000 t schon mehr verkauft haben als im Vorjahr einen Monat später (676.000 t). Auch die Niederländer waren erfolgreich. Bis zum vorjährigen Quantum von Ende Februar (645.000 t) fehlen nur noch 70.000 t, ein Monatsquantum, das in früheren Jahren sehr selten unterschritten wurde.

Flotter Frittenabsatz
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Preise für Frittenrohstoff sinken immer weiter. Vermarkter sprechen längst von freiem Fall. Viele Beobachter vor Ort sind überrascht von den noch immer großen Beständen. Aber wo kommen die her? Die Verarbeitung läuft top, der Absatz ist groß. Die Erntedaten im Beneluxraum wirken bedarfsgerecht. Umfragen zu Vorräten von Rohstoff signalisieren das Gegenteil der momentanen Realität. Irgendwo fehlt es offensichtlich an der nötigen Transparenz. Das hat sich nicht nur negativ für die Erzeuger ausgewirkt, die sich verspekuliert haben, auch die Frittenhersteller haben „zu teuer“ vorgekauft. Bei mancher Aussage zum Markt scheinen die Quellen aber auch bewusst einseitig zu berichten. Volle Produktläger und überschüssige Vertragsware mag es in Einzelfällen geben, so viel wie bisher aber scheinbar schon verkauft worden ist, dürfte die Lage insgesamt ganz anders aussehen. Leider ist man immer erst nachher schlauer. Um teure Fehlentscheidungen zu vermeiden, wären wohl weniger Verträge ohne feste Preise und mehr Absicherung am Terminmarkt sinnvoll.

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