11.
04.14
Große Kartoffelverarbeitung

Kartoffeln Cockpit, 11.04.2014

Bullish
  • Rohstoffeinsatz in Deutschland von Juli bis Dezember 2013 sehr hoch
  • Neue Rekorde bei niederländischer Verarbeitung und den Exporten daraus
  • Russland bindet große Mengen Frühkartoffeln an sich
  • Vorräte in Westeuropa eher klein
  • EU 28-Ernte 2013 nur 53,483 Mio. t - weniger als im Vorjahr
Bearish
  • Ergebnis der deutschen Kartoffelernte nach oben korrigiert
  • Rascher Qualitätsabbau durch warme Märzwitterung
  • Frühe Ernte von neuem Frittenrohstoff erwartet
  • Frischkartoffelexporte der Beneluxländer nur verhalten
  • Erfolgreiche Einkaufsstrategie der Verarbeiter: Kontraktbestand bleibt sehr hoch

Rohstoffbedarf für Fritten gesunken, für Chips dagegen gewachsen

(AMI) Im ersten Halbjahr des aktuellen Wirtschaftsjahres haben Nahrungsmittelhersteller in Deutschland große Mengen Kartoffeln verarbeitet. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte jüngst Daten zur Produktion von Kartoffelerzeugnissen des vierten Quartals 2013. Damit konnte die AMI mit Standardschlüsseln die Rohstoffverwendung ermitteln. Mit 1,72 Mio. t summierte sich die verarbeitete Kartoffelmenge von Juli bis Dezember 2013 auf 12.000 t weniger als im Vorjahr, das Quantum war aber das zweithöchste jemals erreichte. Die verschiedenen Hersteller zeigten unterschiedliche Trends beim Kartoffeleinsatz. Rückläufig war die Herstellung von TK-Pommes. Dafür wurden mit rund 360.000 t rund 40.000 t weniger Kartoffeln verarbeitet als von Juli bis Dezember 2012. Die Chipsherstellung legte von Juli bis De-zember 2013 deutlich zu. Der Rohstoffverbrauch wuchs in der ersten Hälfte des aktuellen Wirtschaftsjahres um fast 10.000 t auf 215.000 t und markiert damit den Rekord. Für die Herstellung von Trockenprodukten werden in Deutschland die meisten Verarbeitungskartoffeln verbraucht. Im zweiten Halbjahr 2013 summierte sich die Menge auf fast 700.000 t, was ein gut durchschnittliches Mengenniveau ist. Gekühlte Kartoffelerzeugnisse banden bis 2010 immer größere Rohstoffmengen. In den folgenden 2 Jahren wurde es dann etwas weniger und 2013 kamen im zweiten Halbjahr mit 250.000 t etwas mehr als 2012 zusammen. Insgesamt war der Rohstoffverbrauch der kartoffelverarbeitenden Industrie gemessen an der Erntemenge sehr groß. Dies ging nur wegen der Umwidmung von Kartoffelflächen und Rohstoffverwendung weg von der Stärkekartoffelproduktion (-5.000 ha) und hin zur Verarbeitungskartoffelproduktion (+5.300 ha).

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ZMP Live Expertenmeinung

Mit den Daten zur Herstellung von Kartoffelprodukten in Deutschland gibt es einen weiteren Grund, der gegen die derzeitige Preisentwicklung spricht. Der Markt lebt aber nicht alleine von Statistiken. Strategien und Stimmungen wirken mindestens so stark und ein rascher Qualitätsabbau tut derzeit ein Übriges. Letzterer hängt auch von der Witterung ab und die kann immer wieder einen Unterschied machen – auch noch für die Saison 2014/15. Spekulation ist schön und gut, wer aber rechnen muss, sollte auch über Absicherung nachdenken. Nach den Erfahrungen in dieser Saison dürfte das Kursniveau vom Terminkontrakt April 2015 für Produzenten interessant sein.

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