17.
01.14
Kartoffelverbrauch schrumpft weiter

Kartoffeln Cockpit, 17.01.2014

Bullish
  • EU 28-Ernte 2013 nur 51,5 Mio. Tonnen - sogar weniger als im Vorjahr
  • Aussicht auf steigenden Konsumkartoffelexport von Nordwest- nach Südosteuropa
  • Frittenexporte in Drittländer bis Ende 2013 umfangreich – wachsender Rohstoffbedarf
  • Kleine Ernten in Russland und Ukraine brauchen im Frühjahr Ergänzung
  • Langfristig: Schlechte Lagerbedingungen steigern Ausschuss
  • Russlands Importbann zeigt Aufweichungstendenzen
Bearish
  • Hohe Preise bremsen deutschen Export und erhöhen Abgabebereitschaft
  • Nachfrage nach Speisekartoffeln weiterhin sehr schwach
  • Frittenfabriken bis ins Frühjahr umfangreich mit Vertragsware eingedeckt
  • Mildes Wetter könnte zu Auslagerungsdruck führen
  • Preiswertere Kartoffeln aus Westeuropa wettbewerbsfähiger

Konsum von Verarbeitungsprodukten auf hohem Niveau stabil

Nach Berechnungen vom Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft und derAMI schrumpfte der Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln im vergangenen Wirtschaftsjahr besonders stark. Er ging von vormals 64,5 kg auf 55,2 kg zurück. Leicht verbessert hat sich hingegen der in dieser Menge enthaltene Verbrauch von Rohstoff für die Verarbeitung, der mit 32,1 kg langfristig gesehen relativ stabil ist. Rechnerich sackte der Verbrauch von frischer Ware von 32,6 kg auf 23,2 kg ab. Allerdings spiegelt dieser Wert nicht die Nahrungsaufnahme der Bevölkerung wider, sondern lediglich die Menge Kartoffeln, welche von den Landwirten produziert wurde, um den Bedarf des Marktes zu decken. Diese ist aber neben der Nachfrage auch davon abhängig, wie sparsam mit dem Ausgangsmaterial des Landwirts umgegangen wird und welche Verluste auf dem Vermarktungsweg bis zum Verbraucher entstehen. 2012 waren Kartoffeln in Westeuropa knapp und so wurde wenig weggeworfen. Die GfK-Daten zu den Einkäufen von Kartoffeln der privaten Haushalte in Deutschland zeigen allerdings mit minus 7,3 % ebenfalls einen kräftigen Rückgang.

Kartoffelverbrauch schrumpft weiter
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ZMP Live Expertenmeinung

Aus dreierlei Gründen bleibt es derzeit zu ruhig am deutschen Kartoffelmarkt: Das hohe Preisniveau bremst die Ausfuhren. Die teils viel preiswertere Ware aus Westeuropa ist wesentlich besser in Südost- und Osteuropa gefragt. Verarbeiter und Packer sind umfangreicher als sonst mit Vertragsware bzw. eigenen Vorräten versorgt, die derzeit bevorzugt genutzt werden. Regelmäßige Berichte über teure Kartoffeln in der allgemeinen Presse beeinflussen das Kaufverhalten der Konsumenten. Die momentane Flaute am Markt wird aber nicht ewig anhalten. Was Mitbewerber jetzt im Ausland verkaufen, stört später nicht mehr. Vertragsrohstoff wird sowohl bei Verarbeitern als auch Packern ab März weniger und bei Verbrauchern ist das Kaufverhalten auch durch Gewöhnung und Vergessen geprägt.

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