17.
04.14
Rekordinvestitionen der belgischen Frittenindustrie

Kartoffeln Cockpit, 17.04.2014

Bullish
  • Neue Rekorde bei niederländischer Verarbeitung und den Exporten daraus
  • Russland bindet große Mengen Frühkartoffeln an sich
  • Statistiken weisen eher kleine Vorräte in Westeuropa aus
  • EU 28-Ernte 2013 nur 53,483 Mio. t - weniger als im Vorjahr
Bearish
  • Ergebnis der deutschen Kartoffelernte nach oben korrigiert
  • Marktteilnehmer spekulieren über größere Vorräte als statistisch ermittelt
  • Frühe Ernte von neuem Frittenrohstoff erwartet
  • Frühkartoffelernte aus allen deutschen Anbaugebieten gleichzeitig möglich
  • Frischkartoffelexporte der Beneluxländer nur verhalten
  • Erfolgreiche Einkaufsstrategie der Verarbeiter: Kontraktbestand bleibt sehr hoch

Rohstoffeinsatz 2013 erstmals nicht gesteigert

(AMI) Die Frittenindustrie in Belgien ist seit Jahren stark auf Expansionskurs. In 2013 legte sie eine Pause ein, zumindest was die verarbeitete Kartoffelmenge betrifft. Das Investitionsvolumen von 112,2 Mio. EUR hingegen ist rekordverdächtig. Zumindest in Belgien wurde noch nie so viel Geld in den Ausbau und die Modernisierung der Kartoffelverarbeitung gesteckt. In den Vorjahren schwankte das Investitionsvolumen zwischen 50 und 100 Mio. EUR. Damit wurde eine Kartoffelverarbeitung aufgebaut, die von 2007 bis 2012 einen Zuwachs von ehemals 2,5 Mio. t auf 3,6 Mio. t erfuhr. In 2013 war dann das  Verarbeitungsvolumen mit 3,5 Mio. t etwas niedriger als im Vorjahr. Für eine erneute Steigerung in 2014 dürften die Anlagen vorhanden sein. Rohstoff auch, wenn auf der wohl leicht ausgeweiteten Fläche gute Erträge heranwachsen und auch genügend aus Frankreich und aus den Niederlanden geliefert werden kann. Die eigene Rohstofferzeugung reicht schon länger nicht mehr, um den Bedarf zu decken. In 2012 und 2013 wurden sogar insgesamt weniger Kartoffeln geerntet als verarbeitet.

Rekordinvestitionen der belgischen Frittenindustrie
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ZMP Live Expertenmeinung

Die von der Industrie für April bis Juni im Winter vorgekauften Rohstoffmengen verstopfen den Markt. Da sich die neue Ernte bisher frühzeitig ankündigt, wird Vertragsware vielleicht nicht lange im Juli benötigt. Sie könnte vorgezogen verarbeitet werden. Die Disposition weiterer Frittenkartoffelmengen erfolgt äußerst vorsichtig. Dadurch ist selbst das relativ kleine Angebot im Tagesgeschäft nur schwer platzierbar. Wer verkaufen muss oder unbedingt will, muss Einbußen hinnehmen. Ob die gebundenen und ungebundenen Vorräte zusammen am Ende der Saison so reichlich sind, wie derzeit von vielen angenommen, muss sich noch zeigen. Auch das Wetter kann jeder Spekulation einen kräftigen Strich durch die Rechnung machen. Kurzfristig dürfte die Stimmung allerdings weiter durch das Stigma der Früh- und Gleichzeitigkeit der Ernte 2014 verdorben bleiben. Daran werden auch auflebende Exporte nach Osteuropa zunächst nichts ändern. Nur wer sich am Terminmarkt abgesichert hat, weiß was er hat. Alle anderen spielen weiter mit Chancen und Risiken.  

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