21.
03.14
Kartoffelernte etwas größer als gedacht

Kartoffeln Cockpit, 21.03.2014

Bullish
  • Exporte von Speisekartoffeln nach Ost- und Südosteuropa laufen etwas besser
  • Russland bindet große Mengen Frühkartoffeln an sich
  • Vorräte in Westeuropa, insbesondere in den Niederlanden und Deutschland, eher klein
  • Drittlandsexporte von Fritten tendieren in Richtung Vorjahresrekord
  • EU 28-Ernte 2013 nur 52,9 Mio. t - sogar weniger als im Vorjahr
Bearish
  • Ergebnis der deutschen Kartoffelernte nach oben korrigiert
  • Kartoffelauspflanzungen erfolgen fortgesetzt sehr flott – frühe Ernte erwartet
  • Exporte der Beneluxländer nur verhalten – preiswerte Angebote aus Frankreich
  • Nachfrageimpulse nicht so kräftig wie im Herbst erwartet
  • Erfolgreiche Einkaufsstrategie der Verarbeiter: Kontraktbestand bleibt sehr hoch

Auch endgültige Menge bleibt die kleinste der vergangenen Jahrzehnte

(AMI) Mit endgültigen 9,67 Mio. t kamen in Deutschland im vergangenen Jahr rund 1,0 Mio. t Kartoffeln weniger zusammen, als 2012. Diese Zahlen veröffentlichte jüngst das Amt für Statistik in Berlin Brandenburg. Die Ernte bleibt trotz eines Zuwachses gegenüber der Schät-zung vom Herbst um über 400.000 t das kleinste der vergangenen Jahrzehnte. Hauptgrund dafür waren die niedrigen Erträge. Im Bundesdurchschnitt kamen nur 398 (Vorjahr: 448) dt/ha zusammen. Den größten Ertragseinbruch gab es bekanntlich im Süden und Südosten Deutschlands. Die Anbaufläche schrumpft langfristig aber auch, vor allem bei Stärkekartoffeln. Fast alle im Herbst veröffentlichten Ertragsergebnisse wurden etwas nach oben korrigiert. Das ist vor allem dem späten Zuwachs geschuldet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung der vorläufigen Ergebnisse nicht abzusehen war.

Kartoffelernte etwas größer als gedacht
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ZMP Live Expertenmeinung

Am Kassamarkt fehlt es weiterhin an Nachfrage der Frittenhersteller. Nur Flocken- oder Chipshersteller kaufen etwas. Erstgenannte zahlen nicht viel, letztgenannte haben hohe Quali-tätsansprüche. Frühe Verarbeitungsware der Ernte 2014 könnte sehr zeitig am Markt sein, wenn das Wetter weiterhin mitspielt. Die Basis ist jedenfalls überall gelegt. Russland macht möglicherweise bewusst einen Bogen um die EU und lässt sich lieber aus dem südlichen und südöstlichen Mittelmeerraum und aus Kanada bedienen. Auf diese Weise werden dem Markt auch in den nächsten Wochen belebende Impulse fehlen, zumal die Verarbeiter gut mit Ver-tragsware eingedeckt sind. Die Stimmung am Terminmarkt ist bereits wieder gekippt und der Aprilkontrakt verliert stetig an Wert. Der Junitermin folgt ihm inzwischen auf dem Fuße. Es sieht so aus, als hätten diejenigen, die im Januar und Februar für Mai und Juni verkauft haben, alles richtig gemacht. Allerdings sind sie auch der Grund dafür, dass in den nächsten Monaten das Tagesgeschäft unverändert ruhig bleiben wird.

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