31.
01.14
Russlands Kartoffelernte braucht Ergänzung

Kartoffeln Cockpit, 31.01.2014

Bullish
  • Frittenherstellung weiterhin auf Rekordkurs
  • Preise in Russland steigen, hohe Kartoffelpreise in Ukraine und Türkei
  • Aussicht auf steigenden Konsumkartoffelexport von Nordwest- nach Südosteuropa
  • EU 28-Ernte 2013 nur 51,5 Mio. t - sogar weniger als im Vorjahr
  • Langfristig: Schlechte Lagerbedingungen steigern Ausschuss
  • • Russlands Importbann zeigt Aufweichungstendenzen, größerer Importbedarf erwartet
Bearish
  • Hohe Preise bremsen deutschen Export und erhöhen Abgabebereitschaft der Landwirte
  • Geringe Nachfrage nach Speisekartoffeln, Einkäufe privater Haushalte 2013 minus 8,3 %
  • Frittenfabriken bis ins Frühjahr umfangreich mit Vertragsware eingedeckt
  • Preiswertere Kartoffeln aus Westeuropa im Südosten der EU wettbewerbsfähiger

Export in Richtung Osten immer noch schwach

(AMI) Wegen Kälte und Nässe wurden Kartoffeln in Russland 2013 sehr spät gepflanzt. Im September 2013 standen viele Äcker im europäischen Teil des Landes unter Wasser. Die Qualitäten der Kartoffeln im Lager sollen im Allgemein sehr schlecht sein. Während sich der Verband des Kartoffelhandels schon lange um die Versorgung in dieser Saison sorgt, beschwichtigt das Landwirtschaftsministerium und beziffert die Kartoffelernte 2013 auf 29,2 (Vorjahr 29,5)Mio. t. Diese Menge wuchs vor allem in den von Statistikern schwer überschaubaren privaten Haushalten heran. Das Ministerium beziffert die Ernte in landwirtschaftlichen Betrieben auf 3,4 (Vorjahr: 4,1) Mio. t. Der europäische Teil Russlands dürfte diese Saison noch Importbedarf haben. Vor dem Import werden in der Regel aber erst die eigenen Vorräte verbraucht. Üblicherweise werden die Zufuhren ab März etwas umfangreicher, bevor von April bis Juni das Gros der Kartoffeln eintrifft. Speisekartoffeln sind in Russland derzeit teuer. In den Städten zahlten die Konsumenten für ein Kilo Kartoffeln in Geschäften schon vor dem Jahreswechsel etwa 1,3 EUR und gegen Ende der zweiten Kalenderwoche 2014 zogen die Forderungen weiter an. Damit ist das „zweite Brot“ der Russen teurer als Orangen, Mandarinen oder andere importierte Früchte.

Russlands Kartoffelernte braucht Ergänzung
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ZMP Live Expertenmeinung

Die Nachrichtenlage am Kartoffelmarkt ist dünn. Ähnlich sieht es mit der Nachfrage aus. Sie reicht manchen Anbietern nicht aus, was aus deren Sicht grundsätzlich schädlich für die Preisentwicklung ist. Die Vorräte der Erzeuger werden langsam aber stetig abgebaut. Ladungen mit optischen Mängeln sind schon die ganze Zeit über günstiger als notierte waschfähige Speiseware und fließen relativ zäh in den Export. Am Terminmarkt für Frittenkartoffeln hat zu Wochenbeginn der Aprilkontrakt die Linie von 15,00 EUR/dt nach unten durchstoßen. Wegen der aktuellen Nachfrageflaute wird momentan so wenig freie Ware umgesetzt, dass schon einzelne notleidende Partien schwer unterzubringen sind und so Preisdruck unvermeidbar ist.

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