Global Dairy Trade-Auktion Mitte Jan 2016: -1,4 %
Die Ergebnisse der ersten beiden Versteigerungen der Global Dairy Trade (GDT) zu Beginn des Jahres 2016 haben noch nicht den erhofften Preisaufschwung gebracht. Beide Jan-Termine schlossen mit -1,6 bzw. -1,4 % im Durchschnitt aller Produkte und Liefermonate ab. Die umgeschlagene Menge war mit knapp 22. 000t kleiner als beim letzten Mal mit 25.500 t. Im Einzelnen fallen die Preisveränderungen jedoch hinsichtlich Produkt und Lieferterminen unterschiedlich aus.
Ein deutlicher Unterschied ist zwischen den Milchpulverkursen und den Butterpreisen festzustellen. Während die beiden Milchfette sich wieder nahe an einem 5-jährigen Mittelwert heranbewegen, bleiben die Milchpulverprodukte noch auf halbem Wege bis zu den mehrjährigen Durchschnittswerten stehen. Hintergrund sind die hohen Butterpreise in den USA, die sich trotz Rückgängen in jüngster Zeit immer noch zwischen 30 bis 50 % über den internationalen Kursen bewegen. Bei den Milchpulvern kommt die andauernde Zurückhaltung der chinesischen Käufer zum Tragen.
Die Durchschnittsauktionspreise bei Vollmilchpulver schnitten nur um schwache -0,5 % zur Vorauktion ab. Allerdings bestehen zwischen den einzelnen Liefermonaten erhebliche Unterschiede von -3,7 % im März.-16 und +9,1 % im Sommermonat Jul.-2016. Möglicherweise zeichnet sich hier bereits die zu erwartende Verknappung in Neuseeland als größtem Exporteur ab.
Durchgehend schwach zeigen sich die Magermilchpulverkurse. Hintergrund ist das weltweit hohe Angebot angefangen in den USA, der EU und Neuseeland.
Die Zuschlagspreise für Butterreinfett sind mit +2,4 % durchweg positiv ausgefallen. Gegenüber der Vorauktion bestand hier auch Nachholbedarf im Vergleich zu den Normalbutterwerten.
Nach den turbulenten Preisen der Vorauktion bewegen sich die Kurse für Butter in den vorderen Lieferterminen immer noch in der Findungsphase. Der Preisabschlag von - 14,3 % für den Febr. Termin stellt eine Korrektur des Preisaufschlages von 16,5 % bei der Vorauktion dar. Die nachfolgenden positiven Ergebnisse stehen wieder in Einklang mit den Butterreinfettkursen.
Auch wenn das Durchschnittsergebnis negativ ausfällt, sind für die hinteren Liefertermine durchaus positive Preissignale gesetzt worden.